Gerechtigkeit

Wir fragen G20-Gegner: Was ist eigentlich dein Problem?

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06.07.2017, 18:43 · Aktualisiert: 06.07.2017, 20:58

Die Gegner des G20-Gipfels wollen das Ende der Welt. Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man sich die Polizeimeldungen der vergangenen Tage anhört.

Beamte haben im Vorfeld des Staatstreffens Wurfmesser und Schlagringe bei Linksextremen in Rostock sichergestellt (SHZ), der Hamburger Verfassungsschutz warnt vor gewaltbereiten Autonomen. Gegen sämtliche Demonstranten geht die Polizei daher seit Tagen mit aller Härte vor (bento), die "Welcome to Hell"-Demo gilt als besonders gefährlich (bento).

Aber stimmt das? Haben G20-Gegner außer Krawall nichts zu bieten?

Nein, natürlich nicht. Die große Mehrheit der nach Hamburg gereisten Demonstranten ist friedlich – und setzt sich für eine bessere Welt ein. Beim "Alternativen Gipfel" diskutieren sie Ideen für ein globales Miteinander, bei Raves und Massencornern zeigen sie ein entspanntes Hamburg.

Und ja: Kritisch sind sie auch.

Wir haben G20-Gegner gefragt, mit welchen konkreten Anliegen sie zum Protest kommen. Die Antworten hört ihr oben im Video.

Was ist G20?

G20 steht für "Gruppe der 20" und ist ein Zusammenschluss der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde. Die einen sind wirtschaftlich bedeutend, die anderen aufstrebend. Beide Seiten kommen regelmäßig zusammen, um Ideen für eine globalisierte Welt zu diskutieren. 

2017 kommen die G20 auf Einladung Angela Merkels am 7. und 8. Juli in Hamburg zusammen, unter anderem US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wollen kommen. Zehntausende Demonstranten planen zeitgleich Proteste und Aktionen gegen den Gipfel.


Gerechtigkeit

Was wollen die G20-Gegner? Wir haben beim "Alternativen Gipfel" nachgefragt

06.07.2017, 17:48 · Aktualisiert: 07.07.2017, 18:41

"Ich sehe vielleicht etwas müde aus", sagt Deborah am Mittwoch im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel. "Das liegt daran, dass ich die letzte Nacht kaum geschlafen hab – so wie viele der Aktivisten hier". 

Deborah ist wegen des G20-Gipfel nach Hamburg gereist. Sie will sich gegen das Staatstreffen engagieren. Hat aber keinen Schlafplatz in der Stadt gefunden. Die Polizei blockiert zuvor genehmigte Protestcamps. Viele Aktivisten, die in den Hamburger Parks campen wollten, dürfen nun nicht (bento). 

Offiziell fürchtet die Polizei militante Demonstranten, die Aktivisten vermuten bloße Schikane.