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Gerechtigkeit

So üben Linke den Aufstand gegen G20

11.04.2017, 11:41 · Aktualisiert: 11.04.2017, 14:35

Es sind noch drei Monate bis zum politischen Großevent: Am 7. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Also das Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Mit dabei sind unter anderem auch US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Der Gipfel bedeutet also auch: Ein Gipfeltreffen der G20-Gegner. Und um das zu planen, haben sich am vergangenen Wochenende Hunderte Aktivisten in Hamburg versammelt.

Im Dezember hatte die erste Planungskonferenz stattgefunden, nun folgte Runde zwei. Im Millerntorstadion auf St. Pauli und in linken Stadtteilzentren haben die Teilnehmer in Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden an ihren Ideen gefeilt.

Guter Protest braucht gute Vorbereitung.
Nico Berg, Sprecher der Gruppe Interventionistische Linke

Einige der Themen: Wie blockiert man den Hamburger Hafen? Wie können selbst ganz junge Menschen Proteste organisieren? Wie organisiert man ein Camp für Zehntausende G20-Gegner aus ganz Europa und der Welt?Das Ergebnis soll laut Veranstaltern ein bunter Protest verschiedener Gruppierungen sein.

Wer sind die Veranstalter der Konferenz?

Die Konferenz wurde vom Bündnis "Grenzenlose Solidarität statt G20” organisiert, ein Zusammenschluss mehrerer linker Gruppen. Eine zentrale Koordinierung gibt es für den Protest allerdings nicht, jede Gruppe organisiert sich selbst.

Die Planungen dafür finden relativ transparent statt. Die Konferenz ist zwar Aktivisten vorbehalten, doch in Presseterminen zeigen die Organisatoren, was im Juli für Aktionen geplant sind.

Was genau wird geübt?

Während einige Arbeitsgruppen die grundlegenden Ziele diskutierten oder sich Pläne für Hafenblockaden überlegten, übten andere Gruppen konkret den Widerstand. So auch beim Workshop "Aktions- und Blockadetraining”.

Etwa 50 Teilnehmer wollten hier lernen, wie man am besten Polizeiketten durchbricht und eine Sitzblockade organisiert.
Wie genau das aussah, siehst du oben im Video.

Was sagen Teilnehmer?

Die Pläne der Aktivisten seien "keine große Geheimniskrämerei", sagt einer der Teilnehmer, "wir kündigen vorher an, was wir machen wollen und ziehen das dann durch". Von ihnen gehe aber keine Aggression in Richtung der Polizei aus, sagt er und fügt hinzu: "Wir wollen uns aber auch nicht einschüchtern lassen.”

Wie schützt sich die Hamburger Polizei?

Sie rechnet bei der Großdemonstration am 8. Juli mit bis zu 150.000 Teilnehmern. Allerdings wird diese Demo von einem breiten Bündnis aus Parteien und Vereinen organisiert. Es wird erwartet, dass sie relativ friedlich verläuft. Die größte Sorge bereitet der Polizei dagegen eine Demo zwei Tage vorher: Unter dem Motto “Welcome to hell” wollen die G20-Gegner die Staatsgäste “begrüßen”. Die Polizei geht aktuell davon aus, dass bis zu 4000 gewaltbereite Aktivisten dabei sein werden.

Und sie bereitet sich dementsprechend vor: Mehr als 15.000 Einsatzkräfte sollen den Gipfel schützen und die Demonstrationen bewachen. Ein 80-köpfiger Planungsstab bereitet dies vor. Es werden sogar extra G20-Gefängnisse für Demonstranten gebaut. (Welt)


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Meine erste Beziehung hatte ich mit zwölf Jahren, und bis zu meinem 24. Lebensjahr lautete mein Beziehungsstatus meistens: vergeben.

Die längste Liebe hielt knapp sieben Jahre. Zwischen den Typen lagen immer maximal ein paar Monate. Mit anderen Worten: Alleinsein kannte ich nicht.

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