Gerechtigkeit

Edeka räumt seine Regale leer – und setzt ein Zeichen gegen Rassismus

20.08.2017, 15:16 · Aktualisiert: 05.09.2017, 14:26

Wie würden unsere Kühlschränke wohl aussehen, wenn unsere Supermarktregale nicht voll wären mit Produkten aus anderen Ländern?

Vermutlich ziemlich leergefegt.

Diese Tatsache wollte ein Edeka in der Hamburger Hafencity seinen Kunden bewusst machen – und hat kurzerhand alle Produkte aus den Regalen genommen, die importiert sind. 

Käse aus Frankreich, Weine aus Spanien, Trauben aus Chile, Mangos aus Burkina Faso: Wir müssten auf so einiges verzichten, wenn wir ausländische Produkte aus den Supermarktregalen verbannen würden.

Die Bilder von Sascha Müller tauchten zuerst bei Sven auf Twitter auf und wurden danach weiterverbreitet: 

Doch es ging bei dieser Aktion nicht darum zu zeigen, welche weiten Wege unsere Nahrungsmittel hinter sich lassen, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. 

Sondern vor allem darum, gegen Rassismus und Diskriminierung Stellung zu beziehen. Weil einige am liebsten die Bewohner anderer Länder verbannen und die Grenzen schließen würden, hat der Supermarkt einmal gezeigt, wie es wäre, wenn die Grenzen für Waren geschlossen wären.

So sähe ein Edeka ohne importierte Lebensmittel aus: 

Was hier auf Supermärkte bezogen ist, lässt sich leicht auf das ganze Land übertragen: Was bleibt, wenn wir uns gegen Vielfalt aussprechen? 

Grenzen, Langeweile und Leere. 

So kann man übrigens auch mit Rassismus umgehen:

Korrektur: In einer früheren Version verlinkten wir die Weiße Rose Gemeinschaft als Quelle für die Bilder, sie hat sie aber lediglich weiter verbreitet.


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