Bild: dpa/Tim Ireland

12.02.2018, 08:04

Der Abschied Großbritanniens von der Europäischen Union ist beschlossene Sache. Nun wollen Gegner des Brexit errechnet haben, wie teuer der Ausstieg für die britische Wirtschaft wirklich wird.

Die Organisation "Best for Britain" setzt sich für einen Verbleib in der EU ein, dem "Independent" hat sie nun ihre Berechnungen offengelegt. Dafür hat sie drei Szenarien entworfen, wie sich die britische Regierung verhalten kann. Alle werden extrem teuer.

  • 284 Milliarden Euro: So viel würde ein "Hard Brexit", also die Kappung aller Verbindungen zur EU, die britische Wirtschaft umgerechnet kosten.
  • 147 Milliarden Euro: So viel würde ein "Soft Brexit" kosten, wenn Großbritannien wenigsten Teil der Zollunion bleibt.
  • 57 Milliarden Euro: So viel würde aktuell der Exit vom Brexit kosten.

Das heißt: Selbst wenn die britische Regierung entscheidet, die Brexit-Verhandlungen zu stoppen und in die EU zurückzukehren, ist mittlerweile ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstanden.

Die "Best for Britain"-Gruppe basiert ihre Berechnungen nach eigenen Angaben auf geleakten Angaben der britischen Regierung. Das heißt, Premierministerin Theresa May weiß, was ihrem Land bevorsteht könnte.

Großbritannien hatte im Sommer 2016 mehrheitlich für den Ausstieg aus der EU gestimmt. Die Brexit-Befürworter argumentierten, dann stünde dem Land endlich wieder mehr eigenes Geld zur Verfügung.

Nun stellt sich heraus: Es stimmt wohl eher das Gegenteil.


Gerechtigkeit

In Deutschland gibt es pro Tag im Schnitt vier Angriffe gegen Juden

12.02.2018, 08:02

Was hinter den Zahlen steckt.

Im vergangenen Jahr sind durchschnittlich vier antisemitische Straftaten am Tag verübt worden. Das antwortete die Bundesregierung auf eine schriftliche Frage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke). Insgesamt waren es 1453 Straftaten. (Der Tagesspiegel)

Die große Mehrheit der Angriffe wurde von Rechtsradikalen verübt, eine kleine Zahl auch von islamistischen Fanatikern.

Ende vergangenen Jahres gab es eine große Debatte über Antisemitismus unter jungen deutschen Muslimen. Die Zahlen zeigen nun: Das ist ein Problem, aber nicht das größte.