Bild: Imago/Westend 61

04.04.2018, 11:31 · Aktualisiert: 04.04.2018, 12:45

Es war nicht der "richtige" Mülleimer

Was ist passiert?

Levin ist zwölf Jahre alt, wohnt in in Attendorn, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen und isst gerne Pizza. Nun hat er Stress mit dem Ordnungsamt, weil er einen Pizza-Karton nicht ordnungsgemäß entsorgt hat. Er bekam eine Strafe, mit der er wohl niemals gerechnet hätte.

Und so ereignete sich das Ganze: Bereits in der vergangenen Woche bestellte Levin sich eine Pizza, die er direkt in einer Bushaltestelle in Attendorn aß. Danach warf er die leere Pizzaschachtel in einen Mülleimer.

Eigentlich ja schön: Der Junge schmeißt seinen Abfall nicht einfach auf die Straße und geht weiter. Trotzdem gab es Ärger.

Ein Mitarbeiter des Attendorner Ordnungsamtes verwarnte ihn und seine Begleitung mit einem Ordnungsgeld von zehn Euro. Der Grund:

Der Pizzakarton hätte nicht in einem öffentlichen Mülleimer entsorgt werden dürfen.

Hä?

Er warf Pizzakarton in Mülleimer an Bushaltestelle: 10€ Strafe! Ordnungsamt: "Es handele sich um privaten Müll!"

Der Mitarbeiter definierte Pizzakartons als Hausmüll – und der darf laut Ortsrecht nicht in öffentlichen Müllbehältern entsorgt werden, erklärt Ordnungsdezernent Christoph Hesse. (Westfalenpost)

Die Regel existiere, weil die Abfallbehälter im öffentlichen Raum zu klein seien und deswegen nicht zweckentfremdet werden sollten. Sie seien nur für "Kleinabfälle gedacht".

Kann man verstehen: Den prallen gelben Sack nicht neben den Mülleimer im Park legen. Aber eine einzelne Pizzaschachtel?

OHNE SINN: AMT BESTRAFT JUNGEN Der 12jährige Levin aus Attendorn muss 10 Euro Strafe ans Ordnungsamt zahlen, weil er,...

Gepostet von SAT.1 NRW am Donnerstag, 29. März 2018

Woher weiß man, was Hausmüll und was Kleinabfälle sind?

Im Grunde ist das nicht festgelegt. Die Stadtverwaltung von Attendorn räumte dann auch ein, dass das Entsorgen eines Pizzakartons "nicht unter die Kategorie Hausmüll fällt." Ob Levin die zehn Euro wiederbekommt, blieb offen.


Future

Warum so viele junge Menschen ihre Ausbildung abbrechen

04.04.2018, 11:07

Jeder vierte Lehrling wirft hin.

So viele junge Menschen haben seit den 1990er Jahren nicht mehr ihre Ausbildung abgebrochen: Jeder vierte Lehrling bricht im Schnitt ab, berichtet die Süddeutsche Zeitung. 2016 waren das rund 146.000 Ausbildungsverträge, die vorzeitig aufgelöst wurden. Die Zahl stammt aus dem Entwurf für den Berufsbildungsbericht 2018, den das Bildungsministerium jedes Jahr veröffentlicht.