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Gerechtigkeit

Mit dieser flammenden Rede kämpft Ashton Kutcher gegen Kindesmissbrauch

16.02.2017, 11:59 · Aktualisiert: 16.02.2017, 14:29

Ashton Kutcher ist wütend. Es gibt dieses Video von einem siebenjährigen Mädchen, das in Kambodscha von einem erwachsenen Mann vergewaltigt wird. Seit Jahren wird es im Netz verbreitet, der Mann konnte noch nicht identifiziert werden. Ihn zur Verantwortung zu ziehen, bezeichnete der Schauspieler jetzt als: "meinen Job".

Kutcher ist Mitgründer von Thorn, einer Organisation, die gegen Menschenhandel und Kinderprostitution kämpft. Am Mittwoch besuchte der 39-Jährige den US-Senat, um vor den Politikern über seine Arbeit zu reden (CNN). Seine wütende Ansprache könnt ihr oben im Video sehen.

Ist Ashton Kutcher nicht eigentlich Schauspieler?

Ja – aber eben nicht nur. Genau das macht ihn wütend: dass er auf seinen Job als Schauspieler "reduziert" wird. Vor dem Senat beschrieb er daher seinen Beruf anders:

"Mein Job ist die Arbeit als Mitgründer von Thorn. Wir bauen eine Software, um Menschenhandel und Kindesmissbrauch zu bekämpfen. Mein anderer Job ist der eines Vaters zweier Kinder."

Seine Wutrede kam bei den anwesenden Senatoren gut an:

Was genau ist Thorn?

Kutcher hat die Organisation 2009 mit seiner damaligen Frau Demi Moore gegründet. Die NGO konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung von Software – um Kinderpornografie im Netz aufzuspüren und Täter wie Opfer zu identifizieren (The Next Web).

Was genau wollte Kutcher vom Senat?

In der Sitzung ging es um moderne Sklaverei. Es tagte der Ausschuss für Außenpolitik. Kutcher berichtete von seinen Erfahrungen – und warb natürlich auch um Unterstützung und Geld für Thorn.

Laut Kutcher arbeitet die US-Regierung längst mit ihm zusammen. Die Behörde für Heimatschutz habe ihn um Mithilfe gebeten, seine Software solle in dem Fall einen möglichen Täter identifizieren. Und dann holte Kutcher doch noch die Schauspiel-Karte hervor:

"Wir sind die letzte Verteidigungslinie – ein Schauspieler und seine Stiftung."
Ashton Kutcher

Mehr zum Thema sexuelle Gewalt: Diese Fotoserie von Yana Mazurkevich zeigt, wie alltäglich Übergriffe sind. Eine Auswahl der Bilder (Hier geht es zum Artikel):

Die Fotoserie wurde für das Projekt "Current Solutions" erstellt, das sich gegen sexuelle Gewalt einsetzt. Die Bilder wurden anhand der Erzählungen von Opfern nachgestellt.


Today

Eine Veganerin aus Limburg scherzt über ein Glockenspiel – jetzt bekommt sie Morddrohungen

16.02.2017, 10:59

Anfang Februar ging diese Meldung durchs Netz: Eine Veganerin in Limburg stört sich am Glockenspiel des Rathauses. Dort wurde eine Zeit lang "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" gespielt (bento). Daraufhin änderte das Rathaus die Melodie. Die Veganerin störe sich an der Liedzeile "Sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr", hieß es.

Jetzt bekommt die Geschichte eine neue Wendung, denn die Veganerin selbst hat sich auf dem Blog "Mimikama" geäußert. Sie werde massiv angefeindet und erhalte Morddrohungen – dabei beruhe die ganze Geschichte auf einem einfachen Scherz.