Gerechtigkeit

Die AfD zeigt Martin Schulz mit Hakennase

20.03.2017, 16:37 · Aktualisiert: 21.03.2017, 12:25

Was steckt dahinter?

Die härteste Front im Bundestagswahlkampf verläuft in diesem Jahr quer durch Facebook: Die AfD hat dort so viele Fans wie keine andere Partei – und weiß, wie sie ihr Publikum mit möglichst dramatischen Inhalten unterhalten kann. Für einen Post vom Samstagabend steht die Partei jetzt jedoch in der Kritik: Sie soll Martin Schulz als Juden dargestellt haben.

Mit dem Titel "Fakenews auf zwei Beinen" wird der aktuelle Hype um Schulz als inszeniert dargestellt – obwohl die Umfragen real sind (bento). Schulz selbst verkörpere das "sich selbst bereichernde und verlogene Establishment".

Das perfide am Posting: Martin Schulz wurde deutlich hässlich gemacht.

Seine Nase ist leicht nach unten verkrümmt, seine Unterlippe schwülstig. Die Photoshop-Arbeit erinnert an die Karikaturen, die zur Zeit des Nationalsozialismus von Juden angefertigt wurden.

Zum Vergleich – So sehen die Fotos im Original und in der AfD-Version aus:

Screenshot FB/AfD-Seite
WikiCommons
Screenshot Facebook/AfD-Seite
WikiCommons
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Im Nationalsozialismus galten Juden als Feind des "deutschen Volkes". Die gewünschte Assoziation: "Der raffgierige Jude mit der Hakennase will an dein Geld." So sah unter anderem das Plakat zum Propagandafilm "Der ewige Jude" aus:

Auf Facebook hatte der Nutzer Hamza die Photoshop-Veränderung bemerkt und im Post nachgefragt. Nach eigenen Angaben wurde er daraufhin von den Seiten-Admins gesperrt.

bento hatte am Montagmorgen mit der Pressestelle der Partei telefoniert und per E-Mail um eine Stellungnahme gebeten. Bis zum späten Nachmittag blieb die AfD eine Antwort schuldig.


Today

Tag 60: FBI-Chef hält Trumps Abhörvorwürfe für Nonsens

20.03.2017, 16:32 · Aktualisiert: 21.03.2017, 10:20

Er äußert sich auch zu angeblichen Verbindungen nach Moskau

US-Präsident Donald Trump hat ein Problem. Sein Vorgänger Barack Obama habe ihn abhören lassen, der Trump Tower in New York sei gar "verkabelt" gewesen, twitterte Trump vor zwei Wochen (bento). Für die Anschuldigung hatte er zunächst keine Beweise.

Auch zwei Wochen später blieb Trump diese immer noch schuldig, und die US-Geheimdienste und der US-Justizminister können auch keine liefern. Der US-Präsident blieb jedoch dabei: Zuletzt erneuerte er den Abhör-Vorwurf bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Freitag (bento).