Gerechtigkeit

Die AfD behauptet, Linke würden ihre Wahlplakate zerstören

09.09.2017, 18:37

Das stimmt allerdings nicht ganz.

Die AfD Hamburg-Nord hat in einem Facebook-Post geschrieben, dass Antifa und Linke ihre Wahlplakate zerstören wollten:

Der Post zeigt Bilder von zwei Menschen, die ein AfD-Wahlplakat beschädigen. Daneben stellte die AfD ein Bild, das das Wahlplakat an eben dieser Stelle zeigen soll. Die Anordnung der Bilder deutet an, dass es diese Situation wirklich gegeben hat.

Nachdem am Anfang vor allem AfD-Anhänger unter dem Post gegen "linke Randalierer" gewettert hatten, füllte sich die Kommentarspalte bald mit anderen Stimmen: Nämlich von denjenigen, die entdeckt hatten, dass es sich bei den Bildern um Fotomontagen handelt.

Durch eine Rückwärtssuche bei Google fand die Facebook-Seite "Hooligans gegen Satzbau" heraus, dass es sich bei den Bildern um Fotos einer Werbekampagne für Panzerglas gehandelt hat.

Die Hersteller des Panzerglases hatten damals Stapelweise Geldscheine in einen Kasten aus Panzerglas gelegt und Leute dazu aufgefordert, den Kasten einzutreten – um eben zu zeigen, dass das nicht möglich ist. So sind die Bilder entstanden. Die AfD hat in den Kasten mit Geldscheinen einfach ihr Wahlplakat hineinmontiert.

Die AfD Hamburg-Nord fügte daraufhin ihrem Posting noch diesen Absatz hinzu:

NACHTRAG: Anscheinend sind unsere #linken Groupies so humorlos, daß sie FREILAUFENDE #SATIERE nicht erkennen. VORSICHT! Hierüber lacht das Netz. Wir bedanken uns für die Grafik ganz herzlich bei https://twitter.com/DFakeNews und empfehlen Euch das Folgen. Der hat einen echt trockenen Humor, der uns sehr gut gefällt.

Sie behauptet damit also, dass der Post Satire gewesen sei. Die Grafik stammt offenbar von der Seite "Daily Fake News".

Die Aufmachung der Bilder deutet allerdings darauf hin, dass der Beitrag als möglichst authentisch dargestellt werden sollte. Dafür spricht auch, dass viele der Nutzer in den Kommentaren die Bilder ernst genommen haben.

In jedem Fall wurde der Beitrag nicht ausreichend als Satire gekennzeichnet, falls er als solche gemeint war.

Apropos Wahlplakate:


Art

Marisa wollte Nacktfotos in Ägypten machen. Dann wurde sie festgenommen

09.09.2017, 18:19 · Aktualisiert: 10.09.2017, 13:00

"Für viele Ägypter sind Nacktfotos automatisch Pornos."

Marisa schlüpft in das Pharaonengrab, schaut, ob auch keiner kommt und lässt ihren Umhang von den Schultern gleiten. Sie ist jetzt nackt, von einer auf die andere Sekunde ändert sich Körperspannung. "Es ist der Moment, in dem dein Herz still steht", erzählt Marisa. Dann macht sich ihr Fotograf Jesse an die Arbeit.

Marisa wollte Nacktfotos in Ägypten schießen – für die heimlichen Aufnahmen blieben ihr immer nur wenige Augenblicke.

Im April war sie in Ägypten, jetzt hat sie die Fotos veröffentlicht. Sie war an den Pyramiden von Giza und im Karnak-Tempel in Luxor. Dort wurden sie und ihr Fotograf schließlich verhaftet. Das Risiko war es trotzdem wert, sagt Marisa heute: "Es ging darum, an ein längst vergessenes, liberales Ägypten zu erinnern."