Bild: Mario Tama/Getty Images

07.06.2018, 13:10 · Aktualisiert: 07.06.2018, 12:40

Das besagt eine neue Studie.

Nur rund 18 Prozent der Kalorien, die wir Menschen zu uns nehmen, stammen aus tierischen Produkten – aus Fleisch, Eiern oder Käse. Gleichzeitig benötigt die Produktion genau dieser Produkte 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Nur ein kleiner Anteil unserer Lebensmittel hat also Schuld an großen Auswirkungen auf Tierwohl und Klimaschutz.

Das haben nun Forscher errechnet. Ihre Studie haben sie im renommierten "Science"-Magazin veröffentlichten.

Was bedeuten die Zahlen?

Dass die Größe der Acker- und Weideflächen weltweit um 75 Prozent reduziert werden könnte, wenn sich alle Menschen vegan ernähren würden. Und dass trotzdem alle Menschen satt werden würden.

"Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit, den Einfluss auf die Erde zu verringern, nicht nur bei Treibhausgasen", sagte Joseph Poore von der Universität Oxford, der die Studie geleitet hat. Auch beim Land- und Wasserverbrauch sei in keinem anderen Bereich der Einfluss so groß. (The Guardian)

Veganismus habe eine viel größere Wirkung als etwa auf Flüge zu verzichten oder sich ein Elektroauto zu kaufen.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler die Daten von knapp 40.000 Bauernhöfen in 119 Ländern sowie die 40 am meisten konsumierten Lebensmittel – diese machen 90 Prozent des Essens weltweit aus.

Die Forscher fanden dabei außerdem heraus, dass es bei gleichen Nahrungsmittel teils gewaltige Unterschiede gebe, je nach dem wie sie produziert wurden. Rinder, die auf der Fläche eines abgeholzten Waldes weideten, verursachten zwölfmal mehr Treibhausgase und benötigten letztendlich 50-mal so viel Land als Rinder auf natürlichen Weideflächen.

Doch selbst Rinder mit dem geringsten Einfluss auf die Umwelt sind im Vergleich zu ebenfalls proteinreichen Erbsen ein Vielfaches schädlicher: Sie benötigen 36-mal mehr Land und sind für sechsmal mehr Treibhausgase verantwortlich.

Soll sich die Menschheit also von heute auf morgen vegan ernähren?

Das hält auch Joseph Poore für utopisch – aber er hat eine Idee, wie wir den Einfluss auf die Umwelt erheblich senken können, auch ohne dass die ganze Weltbevölkerung vegan wird: Dank der von ihm nachgewiesenen unterschiedlichen Einflüsse bei der Nahrungsmittelproduktion würde es schon viel helfen, wenn die Hälfte der klima- und umweltschädlichsten Tierprodukte durch pflanzliche Produkte ersetzt würde.

Nach seinen Berechnungen würde man damit bereits zwei Drittel der Vorteile einer komplett veganen Ernährung erreichen.

Poore weiß, dass diese Umstellung keine leichte sein wird – bei mehr als 570 Millionen Bauernhöfen weltweit, die alle ihre Arbeit etwas anpassen müssten. Gleichzeitig gebe es aber jedes Jahr mindestens 500 Milliarden Dollar an Zuschüssen, die in die Landwirtschaft flossen: "Es gibt dort eine Menge Geld, mit dem man etwas wirklich gutes tun kann."


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