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08.06.2018, 15:08 · Aktualisiert: 11.06.2018, 17:05

Menschen.

Indonesien hat im Jahr 2015 Brasilien als weltweit größten Waldvernichter abgelöst. Die Leidtragenden sind die Natur, die Ureinwohner und die Affen. Ein kürzlich veröffentlichtes Video der Tierschutzorganisation "International Animal Rescue" zeigt den dramatischen und vergeblichen Kampf eines Orang-Utans gegen einen Bagger.

Was ist in dem Video zu sehen?

Ein Orang-Utan stürmt auf einen Bagger zu, der an einen umgebrochenen Baumstamm arbeitet. Mindestens zwei Männer versuchen, den Affen mit Holzruten zu vertreiben.

Warum zerstört Indonesien den Regenwald?

Kurz gesagt: Damit wir billiger einkaufen können.

Das Land ist der weltweit größte Produzent von Palmöl. In fast jedem Fertigprodukt, von der Tütensuppe bis zum Schokoriegel, ist das Öl enthalten. Es steckt auch in Putz- und Waschmitteln, Kosmetik und Kerzen, Farben und Lacken. 2015 wurden weltweit 60 Millionen Tonnen davon in der Industrie verwendet.

Indonesien rodet riesige Waldflächen, um neue Felder für Ölpalmen zu errichten. Die Geschwindigkeit der Umweltzerstörung ist bedenklich: Manche Schätzungen gehen von einem halben Fußballfeld pro Sekunde aus. Zeitweise brannten 10.000 einzelne Feuer im indonesischen Regenwald. Die Anbauflächen für das Öl haben sich seit 1990 verzehnfacht. (Zeit)

Damit schadet Indonesien nicht nur den Affen, es befeuert im wahrsten Wortsinne den Klimawandel. Durch die Waldbrände ist das Land zum drittgrößten CO2-Produzenten der Welt geworden. (SPIEGEL ONLINE)

Was passiert mit den Affen?

Die Tierschutzorganisation hat das Video nach eigenen Angaben schon vor fünf Jahren aufgenommen und es jetzt erst veröffentlicht. Der darin gezeigten Affe soll von den Tierschützern gerettet worden sein. Anders, als viele seiner Artgenossen, die den Feuern oder Eisenstangen der Waldarbeiter zum Opfer fielen. Etwa 150.000 Orang-Utans sollen in den letzten 15 Jahren vom Menschen getötet worden sein. Nur rund 100.000 gibt es noch. (SPIEGEL ONLINE)

"Orang Utan" bedeutet auf Indonesisch "Mensch des Waldes". Menschlich gehen die Jäger nicht mit ihnen um. Erst kürzlich wurde ein Fall bekannt, in dem 130 Mal mit einem Luftgewehr auf einen Orang-Utan geschossen wurde, auch enthauptete Tiere werden von Tierschützern immer wieder gefunden. (SPIEGEL ONLINE)

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Eine neue unauffällige Erfindung soll Frauen gegen Übergriffen schützen

08.06.2018, 15:00 · Aktualisiert: 08.06.2018, 15:00

Per Knopfdruck.

Eine von drei Frauen weltweit ist nach Angaben der WHO schon einmal sexuell belästigt worden. Mit der "MeToo"-Debatte ist das Thema nun stärker in die Öffentlichkeit gerückt. Frauen melden sich zu Wort, schildern ihre Erfahrungen. 

Damit schafft sich sexuelle Belästigung leider nicht ab. Oder grundsätzlich die Tatsache, dass sich wahrscheinlich jede Frau schon einmal in einer bestimmten Situation unsicher gefühlt hat. Also haben sich die Entwickler Anu und Naveen Jain gefragt: 

Was können Frauen im Notfall tun, woher bekommen sie Hilfe?