Bild: Getty Images; Montage: bento

10.07.2018, 08:17

4 Fakten zum Vorhaben

Plastik gehört zu den für die Umwelt schädlichsten Stoffen – und ist gleichzeitig Müll, der vermeidbar ist. Das gilt vor allem für Strohhalme. Die Dinger reichen fünf Minuten – danach brauchen sie bis zu 450 Jahre, bevor sie in der Natur abgebaut sind. (Umweltbundesamt)

Viele Länder und Firmen verbieten mittlerweile Plastik – nun will endlich auch die Kaffeekette Starbucks mitziehen.

Das Unternehmen verkündete am Montag, keine Plastikstrohhalme mehr zu verwenden (Starbucks). Die Details:

  1. Bis 2020 sollen die Strohhalme in allen Filialen weltweit abgeschafft werden.
  2. Das betrifft 28.000 Starbucks-Cafés rund um den Globus – die bisher etwa eine Milliarde Strohhalme pro Jahr verschwendeten.
  3. Anstatt der Halme führt Starbucks einen neuen Nuckelaufsatz ein – also eine Art Schnabeltasse.
  4. Die gibt es derzeit bereits in rund 8000 Filialen, vor allem in den USA. Sie ist recyclebar.
  5. Außerdem arbeitet Starbucks nach eigener Aussage daran, Strohhalme aus anderen Materialien wie Papier oder biologisch abbaubarem Plastik zu entwickeln und die Recyclingmöglichkeiten in den Filialen zu verbessern.

So sieht die neue Schnabeltasse aus:

(Bild: Starbucks)

Warum ist das wichtig?

Jeden Tag landen Tonnen an Verpackungen und Folien in der Natur – weil Menschen sie achtlos wegwerfen. Da Plastik nur sehr langsam zersetzt wird, bleibt der Müll Jahrzehnte in der Umwelt. Vor allem in den Meeren sammeln sich so Plastikteilchen an, die zur Bedrohung für Tiere und Umwelt werden. Forscher haben festgestellt, dass unter anderem Wale und Haie von den Kleinstteilchen bedroht sind (bento).

Bislang sollen etwa 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren schwimmen. Laut einer Studie der Ellen-MacArthur-Stiftung kommen jedes Jahr acht Millionen Tonnen hinzu. Das entspricht einer Lkw-Ladung – pro Minute. (bento)

Fazit: Je mehr Staaten und Firmen nun nach Alternativen zum Plastik suchen, desto besser. Strohhalme zu verbieten, ändert nicht gleich die Welt – ist aber besser als nichts zu tun.


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Neonazi-Vater muss für Brandanschlag auf Flüchtlingsheim 6 1/2 Jahre ins Gefängnis

10.07.2018, 08:12

Die 3 Urteile zum Fall

Im Oktober 2016 schleichen sich ein damals 20-Jähriger und sein gleichaltriger Freund zu einer Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Jüterbog. Sie haben zwei Molotowcocktails dabei, werfen beide auf das Heim für minderjährige Flüchtlinge. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt.

Ein 45-Jähriger steht daneben, der Vater des einen Jungen. Er singt nach dem Anschlag das Nazi-Lied: "Hisst die rote Fahne mit dem Hakenkreuz". (Tagesspiegel)

Nun ist er für die Anstiftung zur Tat zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden – wegen versuchten Mordes.