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08.08.2018, 18:12 · Aktualisiert: 09.08.2018, 12:06

Die drei Ursachen – und wo wir den Geruch am ehesten genießen können.

Nie ist es so schön, in den Regen zu geraten, wie im Sommer. Kurz bevor die ersten Tropfen fallen, verströmt die Erde plötzlich diesen charakteristischen Geruch. Die Tropfen werden zur Nebensache. Eine Abkühlung, die man gerne in Kauf nimmt.

Bisher beherrschen Hitze und Dürre den Sommer. Das ändert sich nun. Für die kommenden Tage sagen Meteorologen heftige Niederschläge voraus: Wir können uns auf Sommerregen freuen und uns gedanklich darauf einstellen, diesen ganz eigenen Geruch tief einzuatmen.

Warum aber riecht der Regen überhaupt? Wie genau entsteht der Geruch, den so viele Menschen mögen?

Der Geruch hat seinen Ursprung im Boden. Sein Name: Petrichor. Der Begriff setzt sich aus zwei greichischen Wörtern zusammen:

  • petro (Stein);
  • ichor ist der Name der Flüssigkeit, die laut griechischer Mythologie in den Adern der Götter fließt.

Der Geruch hat drei Ursachen:

  1. Im Boden leben Bakterien. Bei Trockenheit sind sie kaum aktiv. Schon bevor es regnet, erhöht sich die Feuchtigkeit in der Luft, ein dünner Film legt sich auf die Erde. Kommen die Mikroorganismen mit Wasser in Kontakt, setzen sie einen Alkohol namens Geosmin frei. Er wird auch Erdgeruch genannt.
  2. Die Pflanzen geben ein gelbes ätherisches Öl ab.
  3. Im Falle eines Gewitters entsteht durch die Blitze außerdem Ozon. Ozon bedeutet auf Griechisch: das Riechende. (SPIEGEL ONLINE)

In den kommenden Tagen könnten die Regenschauer für besonders intensive Gerüche sorgen. Denn je trockener der Boden ist, desto stärker riecht der Regen. Der Grund: Der Aufprall der Regentropfen erzeugt Blasen in den winzigen Wasserlachen. In manchen dieser Blasen sammeln sich kleine Partikel aus dem Boden. In ihnen ist das Aroma der Erde enthalten.

Je trockener der Boden ist, desto mehr Partikel lösen sich aus ihm. Anschließend platzen die Blasen, der Geruch strömt aus dem Wasser. Ein schwacher Luftzug genügt, um ihn uns in die Nase zu wehen.

(Bild: Unsplash)

Wie trocken der Boden derzeit ist, zeigt uns dieses Bild aus der Raumstation ISS (bento):

Darüber hinaus ist entscheidend, wie porös der Boden ist und wie stark es regnet:

  • Poröser Waldboden sorgt für stärkeren Geruch.
  • Leichter Regen ebenfalls. Bei starkem Regen legt sich eine dicke Wasserschicht auf die Erde, nur wenig Erdgeruch dringt durch sie hindurch.

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Supermärkte rufen Eier wegen Salmonellen zurück

08.08.2018, 17:46

Welche Eier du jetzt wegschmeißen musst – drei Fragen und Antworten.

Die Firma Eifrisch ruft wegen Salmonellengefahr ihre Bioeier aus deutschen Supermärkten zurück. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Alle Eier des Lieferanten Bio-Eierhof Papenburg mit der Printnummer 0-DE-0359721 und Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 24. August werden zurückgerufen. In den Eiern des Legebetriebs seien Salmonelleninfektionen nachgewiesen worden. Auf Grund von Gesundheitsrisiken sollen die Eier nicht verzehrt und zurückgegeben werden.