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05.07.2018, 07:00 · Aktualisiert: 05.07.2018, 08:50

Dschihadisten gegen Klimawandel?

Die islamistische Terrormiliz "Al-Shabab" hat Einweg-Plastiktüten verboten. Das meldete ein islamistisches Webradio, das der Terrorgruppe nahesteht. (The Independent)

Die Terroristen kontrollieren Gebiete in Somalia und wollen dort einen eigenen Gottesstaat errichten. Ein regionaler Anführer der Islamisten hat das Plastikverbot verkündet.

Demnach seien die Plastiktüten durch ihren Einfluss auf die Umwelt eine "ernste" Bedrohung für Menschen und Tiere. Auch das Fällen seltener Bäume verboten die "Shabab"-Islamisten in der gleichen Ankündigung.

Zum Lachen:

Der Umweltschutz ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Forscher sind sich sicher: Unser Umgang mit Müll und Energie setzt dem Planeten zu und verschärft das Klima. Immer mehr Initiativen wollen dagegen ansteuern, im Kleinen wie Großen.

Plastik ist dabei ein vermeidbarer Schadstoff. Fast überall gibt es Plastik. Oft wird es in Form von Tüten, Strohhalmen, Geschirr nur einmal benutzt. Der Müll lässt sich danach nur langsam abbauen. Immer mehr Länder setzen sich für Verbote ein, andere Staaten wie die USA ignorieren das Problem.

Das nun ausgerechnet die Menschenfeinde einer islamistischen Terrorgruppe das Thema erkennen, ist mindestens zynisch.

Zum Weinen:

"Shabab" bedeutet "Die Jugend" – tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch eine gewalttätige Miliz, die erst mit dem islamistischen Terrornetzwerk von Al-Qaida verbunden war, Ende vergangenen Jahres dann dem"Islamischen Staat" Treue schwor.

Der Terrorgruppe sollen zwischen 6000 bis 12.000 Kämpfer angehören. Allein 2016 haben sie bei Anschlägen mehr als 4200 Menschen getötet. (Counter Extremism Project) Bei ihrem bislang schlimmsten Anschlag im Oktober vergangenen Jahres töteten sie mehr als 200 Menschen und verletzten 300 weitere. (bento)

Dass sich nun diese Menschenfeinde mit dem Thema Umweltschutz als normale politische Kraft inszenieren, ist einfach nur tragisch.


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Diese Filmaufnahmen zeigen eingeschlossenes Fußballteam in Thailand: Es geht ihnen gut!

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