Grün

Schweden verbietet Mikroplastik in Kosmetika

09.02.2018, 13:03

Ein Vorbild für Deutschland?

Was ist passiert?

Schweden ist mal wieder einer der Vorreiter in Sachen Umweltbewusstsein. Das Land verbietet den Verkauf von Kosmetikprodukten, die mikroskopisch kleine Kunststoffpartikel enthalten. Ab Juli soll das Verkaufsverbot starten.

Händler dürfen aber Ware, die sie bis dahin bereits eingekauft haben, noch bis zum 1. Januar 2019 weiterverkaufen. (Tagesschau)

Warum ist das wichtig?

Kunststoffe kommen in zahlreichen Kosmetikprodukten vor. In ganz alltäglichen Dingen wie Zahnpasta, Gesichtscreme oder Shampoo und Duschgel. Durch das Abwasser gelangen die winzig kleinen Partikel – kleiner als fünf Millimeter – in Kläranlagen. Dort können sie aber aufgrund ihrer Größe nicht herausgefiltert werden.

Mikroplastik gelangt also in die Umwelt, in Flüsse und Meere. Mikroplastik wurde in Muscheln, Würmern, Fischen und Seevögeln gefunden. Und selbst Wale und Haie sind gefährdet:

Wie sieht es in Deutschland aus?

Das große Problem, das Umweltschützer sehen: In Deutschland gibt es keine Kennzeichnungspflicht für Kunststoff in den Produkten. Außerdem können die Folgen für die Natur und die Menschen noch gar nicht umfassend abgeschätzt werden. (BUND)

"Besonders Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate schaden der Gesundheit – Leber, Nieren und Hoden können angegriffen werden", warnen die Verbraucherzentralen. Einige Formen drohen auch krebserregend zu sein und die Fortpflanzungsfähigkeit einzuschränken.

Kunststoff in großen Formen sind aber keine Gefahrstoffe. Es gibt kein Gesetz, dass die Verwendung verhindert. Das Umweltbundesamt hat aber bereits ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetikprodukten in der EU angeregt. (MDR)

Auch die Briten haben bereits Mikroplastik in Duschgel und Zahnpasta verboten. (Focus)

Wie geht es jetzt weiter?

In Schweden geht man noch weiter. Hier werden Kommunen künftig finanziell unterstützt, die ihre Strände von Plastikmüll reinigen.


Queer

Bermuda führte erst Ehe für alle ein, jetzt nimmt sie es zurück

09.02.2018, 12:09

Vor einem Jahr hat Bermuda die Ehe für alle eingeführt. Jetzt nimmt der atlantische Inselstaat das Gesetz plötzlich wieder zurück – die Gleichberechtigung für alle Paare wird aufgehoben.

Damit sind die Bermuda-Inseln das weltweit erste Rechtsgebiet, in dem die Ehe für alle wieder abgeschafft wird.

Gouverneur John Rankin unterzeichnete ein Gesetz, dass die Ehe für alle durch eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ersetzt. Dabei war sie erst 2017 nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs gesetzlich eingeführt worden. (Mashable/Queer)