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Grün

Potsdam will, dass alle Menschen nur noch Bus und Bahn fahren

06.07.2017, 15:52

​Freies Busfahren für alle! Also, fast.

Die brandenburgische Hauptstadt Potsdam will den Klimaschutz mit allen Mitteln vorantreiben. Oberbürgermeister Jann Jacobs (SPD) hat dazu eine besonders interessante Idee:

Den Nahverkehr als Flatrate anbieten!

Die Idee dahinter ist, den Verkehr und damit die CO2-Produktion von Autos einzuschränken. Am Montag stellte er seinen "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" vor. (PNN)

"Es stehen radikale Veränderungsprozesse an."
Jann Jacobs

Das Konzept ist simpel: Ähnlich wie beim Rundfunkbeitrag würden alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt verpflichtet, im Monat einen bestimmten Betrag für die Nutzung von Bus und Bahn zu bezahlen.

Dadurch kann dann für alle ein "ticketloser Nahverkehr" angeboten werden, innerhalb der Stadt müsste niemand mehr beim Einsteigen bezahlen. Außerdem würden dadurch natürlich mehr Menschen angeregt, den Nahverkehr zu nutzen – sie zahlen ja dann eh schon dafür.

Auch andere Städte wie Erlangen und Leipzig diskutieren bereits über ein solches Konzept.

In Kommunen dieser Größe würde ein solches Ticket etwa 15 bis 25 Euro im Monat kosten – und damit deutlich weniger, als eine Standard-Monatskarte.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) steht den Vorschlägen "zurückhaltend" gegenüber, schreiben die Potsdamer Neuen Nachrichten. Und auch in der Stadt selbst steht noch nicht fest, ob die Pläne verwirklicht werden können. Zuerst wolle man sich mit dem Land und der Region abstimmen, ob die Idee umgesetzt werden könne.


Gerechtigkeit

Kurz vor G20: EU zeigt der Türkei den Beitritts-Stinkefinger

06.07.2017, 14:59

Am Freitag treffen sich die Länder der G20 in Hamburg zum Gipfel – sowohl die Türkei als auch die Europäische Union nehmen teil. Es ist also genau der richtige Zeitpunkt, noch mal den Beziehungsstatus zu klären.

Das dachte sich das EU-Parlament – und hat nun für ein Aussitzen der Beitrittsverhandlungen gestimmt.

Eine große Mehrheit der EU-Abgeordneten stimmte am Donnerstag in Straßburg für eine entsprechende Resolution. Die EU-Länder können diese dann annehmen. (Zeit)