Bild: WeBelievers/Saltwater Brewery

20.05.2016, 11:56 · Aktualisiert: 23.05.2016, 14:57

Die Weltmeere sind voller Müll. Vor allem Plastik treibt in den Ozeanen: um die 150 Millionen Tonnen insgesamt, acht Millionen Tonnen kommen jedes Jahr hinzu (bento). In den Meeren lebende Tiere sind durch das Plastik bedroht: Seevögel und Fische verenden an verschluckten Kleinteilen, größere Fische, Schildkröten, Seehunde verfangen sich im Müll.

Eine kleine Brauerei aus den USA hat nun einen neuen Weg gefunden, den Plastikmüll in den Meeren zu reduzieren – indem sie nachhaltige Dosenhalterungen herstellt.

So funktionieren die nachhaltigen Dosenhalter:

Hinter dem Projekt steckt "Saltwater Brewery", eine Mikrobrauerei aus Florida. Gerade die Halterungen von Six Packs sind gefährlich – ihre Plastikringe sorgen für viele gefährlichen Verletzungen bei Meerestieren.

Das verursacht Plastikmüll im Meer:

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Die Idee der Brauerei ist simpel und doppelt nachhaltig: Anstatt Plastik verwendet sie die Abfallprodukte ihres Brauprozesses, also zum Beispiel Gerste. In Form gepresst ergibt sie eine ebenso feste Halterungen für die Bierdosen. Landet der Müll später im Meer, können sich Tiere davon ernähren, anstatt daran zu verenden.

Für die Brauerei sei es nach eigenen Angaben eine große Investition gewesen, den Herstellungsprozess der Verpackungen umzustellen. Aber sie hofft, nun Vorbild für größere Brauereien zu sein. Ob die aber so leicht ihre Produktionen umstellen – und dadurch die Methode eine größere Wirkung hat – wird sich zeigen.

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Gerechtigkeit

Ich habe Angst vor dem Wahlergebnis in Österreich

20.05.2016, 09:49 · Aktualisiert: 22.05.2016, 16:17

"Emran, du kommst ja aus Afghanistan. Weißt du, warum die das gemacht haben?", das fragte mich meine Lehrerin vor versammelter Klasse. "Die", das waren Mohammad Ata und die anderen Attentäter der Anschläge des 11. Septembers 2001. Ich versuchte, zu antworten, stotterte: "Nein, leider nicht." Damals besuchte ich die Grundschule in Innsbruck, Österreich.

Erst heute fällt mir auf, wie absurd die ganze Situation gewesen ist. Mit ihrer Frage schloss mich meine Lehrerin vom Rest der Klasse aus. Da waren sie, die vermeintlich normalen Kinder aus der Gegend, und ich, dessen Eltern aus Afghanistan kommen, die nicht Gott sagen, sondern "Allah".