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Grün

Leidende Hunde: Tierärzte wollen den Hype um Mops und Bulldogge stoppen

07.01.2018, 17:36

#breedtobreathe

Sie haben kurze O-Beine, schnaufen ganz laut beim Gehen und sehen aus, als würden sie ständig die Nase rümpfen. Trotzdem, oder vielleicht auch deswegen, finde viele sie süß: Bulldoggen, Möpse und andere kurzköpfige Hunde. So werden die Tiere mit den platten Schnauzen in der Fachsprache genannt.

Was wir süß finden, ist eigentlich eine Deformation des Schädels – die durch die Züchtung reinrassiger Hunde wie französischer und englischer Bulldoggen, Möpse oder Boxer und Chihuahuas noch verschlimmert wird. Sie hindert die Hunde unter anderem daran, richtig atmen zu können und bringen oft im Laufe des Hundelebens schwerwiegende Operationen mit sich. Weil die Hunderassen aber immer beliebter werden, werden immer mehr von ihnen gezüchtet. (British Veterinary Association)

Deswegen hat die British Veterinary Association die Aktion #breedtobreathe gestartet. Sie wollen darüber aufklären, was die verformten "süßen" Gesichter für die Tiere eigentlich an Beschwerden mit sich bringen. Denn sie glauben, dass die meisten Besitzer gar nicht wüssten, was die Züchtung den Hunden für Schmerzen verursachen würde.

Das sind einige der Reaktionen auf die Kampagne:

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Eine Umfrage der British Veterinary Association hat außerdem ergeben, dass fast die Hälfte der Herrchen und Frauchen, die sich für einen kurzköpfigen Hund entscheiden, von Social Media und von ihren Lieblingsstars und deren Vierbeiner beeinflusst werden.

Lass uns Freunde werden!

Und tatsächlich sind viele Möpse und Bulldoggen Social-Media-Stars:

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Die Vereinigung von Tierärzten ruft zum bewussteren Umgang mit den Tieren auf und will die Verbreitung der Bilder in der Öffentlichkeit reduzieren. Sie gehen dafür sogar einen Schritt weiter und ermutigen jeden und jede, Unternehmen, die mit den den kurzköpfigen Hunden werben, über ein Formular zu kontaktieren, und dazu aufzufordern, nur gesunde Tiere auf ihren Plakaten und Ads abzubilden. Tatsächlich hatten sie damit schon Erfolg: Die Marken Heinz, Costa Coffee und Halifax haben sich bereits dazu verpflichtet, nicht mehr mit den Hundegesichtern zu werben.


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