Bild: dpa/Karsten Piepjohn

Grün

Meeresspiegel könnten doppelt so stark steigen wie angenommen

13.02.2018, 10:55

Was ist passiert?

Der Meeresspiegel könnte bis zum Jahr 2100 mehr als doppelt so hoch sein, wie bisher geschätzt.

Das haben Wissenschaftler anhand von Satellitenmessungen errechnet. Eine Forschergruppe um Steve Nerem von der University of Colorado veröffentlichte den Bericht in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Wie schlimm ist es genau?

  • Seit 1993 stieg der Meeresspiegel weltweit im Schnitt um drei Millimeter.
  • Die nun gemessene Beschleunigung könnte dazu führen, dass er 2100 um zehn Millimeter pro Jahr steigt.
  • Die Konsequenz: Die Forscher schätzen, dass der Meeresspiegel 2100 um 65 Zentimeter höher liegt als 2005.
  • Bisher war man meist von 30 Zentimetern ausgegangen.
  • Das Schlimmste: Den Berechnungen zufolge steigt der Meeresspiegel jedes Jahr ein bisschen schneller.
Das ist mit ziemlicher Sicherheit eine vorsichtige Schätzung.
Steve Nerem in einer Mitteilung

Was wären die Konsequenzen?

  • Zahlreiche Städte an den Küsten würden überschwemmt,
  • Menschen würden aus den Städten vertrieben,
  • Inseln wie zum Beispiel die Fidschi-Inseln könnten untergehen. (Zeit Online)

Woran liegt's?

Vor allem an zwei Faktoren:

  • In Folge der Erderwärmung schmelzen die Eisschilde,
  • außerdem dehnt sich Wasser aus, wenn es sich erwärmt.

Wie gut ist die Studie?

Ingo Sasgen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven hält sie für verlässlich. "Die Studie stellt sehr glaubhaft dar, dass es eine Beschleunigung des Anstiegs gibt", sagt er.

Die Forscher hätten nicht nur neue Messdaten verwendet, sondern diese auch sehr gründlich ausgewertet. Außerdem seien Effekte herausgerechnet worden, die nichts mit dem Klimawandel zu tun hätten.

Der deutsche Küstenschutz hatte in der Vergangenheit mit einer Studie für Aufsehen gesorgt, wonach der Meeresspiegel sogar um 1,70 Meter bis 2100 steigen könnte. Das erklärt der Forscher aus Bremerhaven mit Extremwerten, die dabei angenommen worden seien. (SPIEGEL ONLINE)


Queer

So souverän kontert Jens Spahn einen schwulenfeindlichen Kommentar

13.02.2018, 08:54

Jens Spahn, Staatssekretär im Finanzministerium, hat einen schwulenfeindlichen Kommentar gekontert – live auf Facebook. Am Montagabend startete Spahn sein wöchentliches Livevideo, in dem er Fragen von Nutzern beantwortet. Nach ein paar Minuten stockt Spahn kurz, liest dann einen der Kommentare vor: "Mit kleinen Kindern kennt ihr Hinterlader euch in den Parteien gut aus."