04.07.2018, 14:16

3 Fragen, 4 Antworten

Manchmal hat man einfach Pech. Einen schlechten Tag. Eine miese Woche.

Aber was, wenn diese Woche dein ganzes Leben anhält? Weil du, sagen wir mal, ohne Immunsystem geboren wirst, dich nur von giftigen Blättern ernährst und dann auch noch fast alle deine Verwandten an einer Geschlechtskrankheit leiden?

Das ist dann doch ein bisschen viel Pech, denkst du? Tja, für ein Lebewesen ist das brutale Realität: den Koala.

Was ist denn mit dem Koala?

Koalas sind, kurz gesagt, ziemlich arm dran. Ihr flauschiges Aussehen macht sie zwar auch über die Grenzen ihrer Heimat Australien hinaus zu echten Stars der Tierwelt. Tatsächlich steht es um sie aber nicht so gut.

Nur noch 330.000 Exemplare leben Schätzungen nach in Australien – ein Bruchteil der Population, die es früher gab. Ihr Lebensraum verkleinert sich immer weiter, sie werden regelmäßig von Hunden angegriffen oder von Autos angefahren. Und dann ist da noch die Sache mit den Chlamydien. (BBC)

Wie war das – Chlamydien?

Chlamydien kennen die meisten von uns wohl eher als die böse Überraschung nach dem angeschwipsten One-Night-Stand. Sie sind bei Menschen eine der häufigsten beim Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten. Bei Nicht-Behandlung können sie im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen. (Apotheken-Umschau)

Doch Chlamydien können nicht nur Menschen betreffen – sondern eben auch Tiere. Wie Koalas.

Die Chlamydien breiten sich unter den Koalas rasend schnell aus. Sie wird auch hier vor allem beim Sex übertragen oder von Müttern an ihre Jungen weitergegeben. Sie lässt zahlreiche Tiere unfruchtbar werden und erblinden. Außerdem verursacht sie schmerzhafte Harnwegsinfektionen, die oft zum Tod der erkrankten Tiere führen. Selbst nach einer Behandlung mit Antibiotika überleben viele Tiere nicht. (NY Times)

Das klingt furchtbar. Kann man etwas dagegen tun?

Noch gibt es nichts, um die Koalas vor den Chlamydien zu schützen. Aber Forscherinnen und Forscher sind auf einem guten Weg.

In einem Fünf-Jahres-Projekt versuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die vom Leben gebeutelten Beuteltiere besser zu verstehen – und einen Impfstoff gegen ihr Chlamydien-Problem zu finden.

Bei diesem Vorhaben gab es nun einen entscheidenden Durchbruch. Den Forscherinnen ist es gelungen, das Erbgut des Koalas zu entschlüsseln. Nun haben sie Hoffnung auf einen Impfstoff:

Wir sind beim Menschen an einem Punkt, an dem wir Medizin auf das Erbgut eines Individuums abstimmen können. Jetzt, wo wir diese Informationen haben, könnte das auch für Koalas möglich sein.
Rebecca Johnson vom Forschungsprojekt

In der Vergangenheit wurden zwar auch schon Impfstoffe getestet – mit den neuen Erkenntnissen sei es aber viel wahrscheinlicher, eine Lösung für die Koalas zu finden, so das Forschungsteam gegenüber der BBC.

Übrigens:

Menschen können sich nicht mit den Koala-Chlamydien anstecken – es handelt sich nämlich um eine andere Form des Erregers.

(Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, dass sich zwei One Direction-Mitglieder sich in Australien mit Chlamydien angesteckt haben. Und Harry Styles dieses Gerücht in dieser Talkshow nicht wirklich glaubhaft aus der Welt räumen konnte.)


Haha

Was passiert, wenn dich deine Katzen aus der Wohnung aussperren

04.07.2018, 12:43 · Aktualisiert: 04.07.2018, 17:00

Die witzige Geschichte auf Jodel.

Katzen sind Arschlöcher. Ja, sie können niedliche Arschlöcher sein oder witzige Arschlöcher. Aber definitiv Arschlöcher.

Und das ist okay. Es ist gemeinhin akzeptiert, niemand versucht, sie zu ändern. Sie dürfen einfach sein, wie sie sind.

Leider bedeutet das manchmal, dass der Mensch zum Verlierer der Interaktion wird. So ging es nun auch ein paar Leuten aus Chemnitz. Sie wollten einfach nur kurz auf ihrem Balkon rauchen – und dann geschah das: