Bild: Pixabay/stokpic

Grün

Riesenaktion: Initiative will zerstörte Regenwälder mit 73 Millionen Bäumen retten

03.11.2017, 13:00 · Aktualisiert: 07.11.2017, 08:33

Weltweit werden Wälder zerstört, weil Menschen Holz brauchen, Felder als Acker- und Weideflächen nutzen oder Straßen bauen wollen. Besonders tropische Regenwälder sind betroffen, dabei zählen sie zu den wichtigsten Kohlenstoff-Speichern. Allein der Amazonas-Regenwald absorbiert jährlich etwa zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) und bremst damit den Klimawandel.

Die Rodung und Abholzungen dieser Wälder treiben Treibhausgasemissionen in die Höhe, bedrohen die Artenvielfalt und zerstören die Lebensräume von Menschen. (SPIEGEL ONLINE)

Dagegen will die US-amerikanische Wohltätigkeitsorganisation Conservation International nun mit einem Projekt vorgehen. Sie plant für die kommenden sechs Jahre die nach eigenen Angaben bislang größte tropische Wiederaufforstung der Welt. Das langfristige Ziel: eine Verlangsamung der Erderwärmung. Knapp 28.000 Hektar Wald sollen wieder aufgebaut werden. Sie waren zuvor in Weideflächen umgewandelt worden.

Die Baumarten in tropischen Regenwäldern zählen zu den wichtigsten Kohlendioxid-Speichern.
CEO von Conservation International im Interview mit Fast Company

Insgesamt 73 Millionen Bäume sollen künftig auf einer Fläche wachsen, die sich über die brasilianischen Bundesstaaten Amazonas, Acre, Pará und Rondônia erstreckt.

Umgesetzt wird das Projekt mit der brasilianischen Saatmethode "Muvuca". Laut Conservation International soll diese weitaus effektiver und günstiger sein als herkömmliche Verfahren. Die Samen von mehr als 200 tropischen Baumarten werden dafür jeweils auf einem Quadratmeter zerstörter Waldfläche ausgesät – weitaus mehr als bei herkömmlichen Methoden. Diejenigen Pflanzen, die genügend Nährstoffe und Sonnenlicht aufnehmen, können dann zu großen Bäumen heranwachsen – eine Art forcierte natürliche Auslese.

Hier erklärt unser Autor Marc, warum unsere Generation mehr für die Umwelt tun sollte:

Nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel ist das Projekt ein Lichtblick. Auch indigene Gemeinden beteiligen sich an der Wiederaufforstung des Regenwalds. Für jeden wieder aufgebauten Hektar können die Einwohner bis zu 700 Dollar verdienen, gleichzeitig schützen sie ihren Lebensraum. (Fast Company)


Streaming

5 Gründe, jetzt "The Secret Man" im Kino zu gucken

03.11.2017, 11:02

Liam Neeson, Liam Neeson, Liam Neeson, Liam Neeson und Liam Neeson

Eine wahre Begebenheit

FBI-Agent Mark Felt (Liam Neeson) ist unter FBI-Chef J. Edgar Hoover die Nummer Zwei in der zentralen Sicherheitsbehörde, da er intelligent, ehrgeizig, verlässlich und konsequent ist. Als beim Einbruch in das Büro der demokratischen Partei fünf Männer verhaftet werden, die Informationen stehlen und Wanzen installieren wollten, glaubt Felt an eine Verschwörung, die bis ins Weiße Haus führt. Doch während der neue FBI-Direktor Patrick Gray (Marton Csokas) versucht, den Fall zu vertuschen, riskiert Felt sogar fast seinen Job, als er sich mit seinen Informationen an Journalisten wendet.

Was sich wie ein packender Spionage-Thriller anhört (was es auch ist), beruht in Wirklichkeit rund um die Aufdeckung der Watergate-Affäre im Jahre 1972. Der größte Skandal der US-amerikanischen Politgeschichte führte am 9.August 1974 zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Richard Nixon. Zahlreiche Bücher Filme beschäftigten sich bereits mit den Ereignissen, darunter der oscarprämierte Film "Die Unbestechlichen", der sich im Gegensatz zu "The Secret Man" um die Ermittlungen aus der Sicht der Journalisten handelt.