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Grün

Haie dürfen nun nicht mehr gejagt werden – egal, vor welcher Küste sie schwimmen

02.11.2017, 14:23

Gute Nachrichten für den Tierschutz!

Eine neue Vereinbarung schützt Haie künftig über alle Landesgrenzen hinweg. In welches Hoheitsgewässer auch immer ein Tier schwimmt – es darf nicht mehr gejagt werden. (New Scientist)

Die Regelung wurde auf der diesjährigen Konferenz zum "Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten" (CMS) aufgestellt. Die internationale CMS-Gruppe wurde 1979 in Bonn ins Leben gerufen, dieses Jahr fand das Treffen in der philippinischen Hauptstadt Manila statt. 126 Länder haben den neuen Hai-Schutz unterschrieben.

Das heißt: Erstmals werden nun viele bedrohte Hai-Arten wie der Walhai und der Blauhai umfangreich geschützt.

Die Konferenz bemüht sich um Artenschutz von Tieren, die sich über Ländergrenzen hinweg bewegen. Während es einfach ist, Tiergruppen innerhalb eines Landes zu schützen, müssen sich Staaten zusammentun, um gemeinsame Schutzbestimmungen für Tiere auf Wanderschaft aufzustellen.

Auf der CMS-Konferenz wurde der Walhai, der größte Fisch der Welt, neu in die Liste der zu schützenden Tiere aufgenommen. Gastgeberland Philippinen hatte sich für den Schutz der Walhaie stark gemacht – weil sie für Touristen und Taucher immer mehr zur Attraktion werden. Auch Engelshai und Schwarzhai sind neu auf der Liste.

Ein Walhai.

Ein Walhai. (Bild: dpa/EPA)

Warum ist der Schutz der Haie so wichtig?

  • Die Raubfische gelten zu unrecht als blutrünstige Räuber, tatsächlich sind sie für das Gleichgewicht in den Meeren wichtig.
  • Seit Jahren sind viele Hai-Arten bedroht, vor allem in asiatischen Ländern werden sie für ihre Flossen gejagt.
  • Den Flossen werden fälschlicherweise Potenz steigende Kraft zugesagt – Jäger hacken die Flossen ab und schmeißen die bewegungsunfähigen Haie zum Sterben zurück ins Meer.
  • Bislang haben nur einzelne Länder die brutale Jagd verboten. Schwimmt ein Hai in ein anderes Küstengebiet, ist er wieder in Gefahr.

Die Regelung allein verhindert natürlich noch nicht, dass weiterhin illegal Jagd auf Haie gemacht wird – aber auch dafür gibt es eine Initiative.

Die CMS-Organisation hat auch ein Memorandum verabschiedet, bei dem sich Staaten verpflichten, gemeinsam ihren Hai-Schutz zu koordinieren. 41 Länder haben bereits unterschrieben, nun haben auf der Konferenz auch Sri Lanka, Ecuador, Benin und Brasilien mit unterzeichnet. Gerade Brasilien ist ein großer Gewinn: Entlang der Küste bewegen sich viele bedrohte Hai-Arten.

Übrigens: Neben den Haien wurden auch für Löwen, Giraffen und Schimpansen neue Schutzbestimmungen aufgestellt.

In Deutschland sieht es für Haie leider nicht so gut aus:


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