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Die deutschen Haie sind vom Aussterben bedroht

20.04.2017, 14:58

Bitte was, es gibt Haie in Deutschland?

Ja, in der Ost- und Nordsee schwimmen Haiarten herum – und um die ist es nach Angaben von Forschern nun schlecht bestellt. Konkret geht es um den Dornhai und den Hundshai, sowie um Nagelrochen, Sternrochen, Stechrochen und Glattrochen. Rochen gehören zur Familie der Haie. 

Wissenschaftler der Universität Hamburg haben im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz untersucht, wie es um die Bestände der Arten geht. Die Erkenntnis der Studie: ziemlich schlimm.

Wie steht es um die einzelnen Arten?

  • Der Gewöhnliche Stechrochen und der Glattrochen sind in deutschen Meeresgebieten ausgestorben oder verschollen.
  • Nagelrochen und Dornhai sind vom Aussterben bedroht.
  • Hundshai und Sternrochen sind in unterschiedlichen Graden gefährdet.

Die einzige Art, deren Bestand nicht bedroht ist, ist der Kleingefleckte Katzenhai. Ebenfalls manchmal in der Nordsee zu Gast, allerdings nur im Sommer: Der Blauhai und der Kurzflossen-Mako.

So sehen die deutschen Hai- und Rochenarten aus:

WikiCommons/Chris Gotschalk
WikiCommons/Hans Hillewaert CC BY-SA 4.0
WikiCommons/Bathynome
U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration
U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration
U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration
WikiCommons/Hans Hillewaert CC BY-SA 4.0
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Was sind die Gründe für den Artenschwund?

Die Forscher geben vor allem die Fischerei und den Klimawandel an. Sie haben erstmals historische Bestände mit aktuellen Daten abgeglichen – für den Zeitraum von 1625 bis 2015. 

  1. Besonders der Dornhai wird in deutschen Meeren oft gefangen – aus seinem geräucherten Bauch wird die Fischspezialität Schillerlocke hergestellt.
  2. Durch andere Fangmethoden wird der Meeresboden aufgewühlt. Viele der Hai- und Rochenarten ernähren sich aber von Lebewesen, die im Boden leben.
  3. Gleichzeitig sorgt der Klimawandel für veränderte Lebensbedingungen im Meer, mehr und mehr Schadstoffe geraten in die See.

Was kann getan werden?

Das Forscherteam schlägt vor, speziell beobachtete Meeresschutzgebiete einzurichten. Einige davon gibt es bereits, die sogenannten "Natura 2000"-Räume (BfN). Dort, so die Forscher, geht es den dokumentierten Hai- und Rochenarten am besten.

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