Bild: Staatsanwaltschaft für Umweltschutz (Profepa)/dpa

Grün

Im Golf von Mexiko entsteht gerade eine gigantische Todeszone für Fische

04.08.2017, 08:06

Verursacht durch die US-Fleischindustrie.

Im Golf von Mexiko gibt es eine Art See mitten im Meer, der fast alles Leben tötet, das hinein schwimmt. Das Phänomen tritt seit einigen Jahren jeden Sommer vor der Mündung des Mississippi-Flusses auf: Aus dem Salzwasser im Golf verschwinden große Mengen Sauerstoff. Fische, Krabben und andere Meerestiere ersticken dann, denn auch sie atmen den im Wasser enthaltenen Sauerstoff.

Jetzt ist diese "Todeszone" so groß wie noch nie.

Sie erstreckt sich von Texas bis nach Florida. Forscher der US-Meeresbehörde NOAA sagen, es ist die größte Ausdehnung seit Messungsbeginn 1985.

So groß ist die aktuelle Todeszone:

(Bild: NOAA)

Wie entsteht das Phänomen?

Durch Menschenhand.

  • Durch Schadstoffe von Düngemitteln, die Farmer in den USA einsetzen, entsteht ein Giftcocktail (Grist).
  • Einen besonders großen Anteil hat die Fleischindustrie, die die Dünger für Kraftfutter benutzt (The Guardian).
  • Die Stoffe finden dann über den Mississippi und andere Flüsse ihren Weg ins Meer.
  • Im Sommer wachsen im Golf dadurch besonders viele Algen – die dem Meer den Sauerstoff entziehen.
  • Es entsteht eine riesige unterirdische Lauge, in der Leben kaum möglich ist.

Wissenschaftler sprechen von Hypoxie.

"Du tauchst zum Meeresgrund hinab und siehst dort einen See. Es fühlt sich an, als wärst du nicht in dieser Welt“
Der Forscher Erik Cordes in einem Interview mit dem Magazin "Seeker".

Hier haben Forscher in einem U-Boot die "Todeszone" besucht:

Kann man gegen das Problem etwas tun?

Simpel: Den Einsatz von Düngemitteln beschränken. In der Chesapeake Bay an der Ostküste der USA gab es ein ähnliches Phänomen, seit 2010 gelten strenge Auflagen für den Einsatz von Düngemitteln. Und es funktioniert: Die Bucht erholt sich (phys.org).

Die gleichen Maßnahmen – in größerem Umfang – könnten auch beim Golf von Mexiko helfen.

Hier findest du noch mehr Umweltschutz-Themen.


Musik

Wacken-Besucher beschwert sich bei Polizei – über die Lautstärke

04.08.2017, 07:54

Wacken... wat is Wacken?

Seit Donnerstag steigt das Wacken Open Air – das weltgrößte Heavy-Metal-Festival – im kleinen Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Bis Samstag werden rund 75.000 Fans erwartet, und Headliner wie Alice Cooper, Status Quo, Marilyn Manson und Amon Amarth. 

Als Metal-Head ist einem also klar: Es. Wird. Laut!

Oder auch nicht. Ein Fan hatte sich schon vorab über zu viel Lärm beschwert. Er war bereits am Mittwoch angereist und klagte laut Polizei "bitterlich über Musik auf einem der Campingplätze".