Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Grün

An dieser Nummer erkennst du, ob dein Frühstücksei belastet ist

04.08.2017, 12:01

Millionen Eier in Deutschland sind verseucht. In ihnen wurden Rückstände des Schädlingsmittels Fipronil entdeckt. In mindestens elf Bundesländern sind Bestände mit belasteten Eiern aufgetaucht.

Am Freitag haben die Discounter Aldi Süd und Aldi Nord daher angekündigt, vorerst keine frischen Eier zu verkaufen. Das sei eine "reine Vorsichtsmaßnahme" (SPIEGEL ONLINE).

Was genau ist an den Eiern schädlich? Und wie erkennst du, welche belastet sind? Die wichtigsten Antworten hier.

Was ist Fibronil?

Ein Nervengift, mit dem man effektiv Bienen, Zecken, Milben töten kann – es trägt unter anderem zum Bienensterben bei. Das Insektizid wurde lange in der Landwirtschaft verwendet, seit 2013 ist es in Europa nicht mehr uneingeschränkt zugelassen. In Deutschland darf es zum Beispiel nur bei akutem Schädlingsbefall kurz versprüht werden (Bundesamt für Verbraucherschutz).

Ist es für den Menschen gefährlich?

Eigentlich nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung kann nicht nachweisen, ob es krebserregend oder erbgutschädigend ist. Allergien und Hautreizungen löse es ebenfalls nicht aus.

Es kann allerdings gesundheitsschädlich sein, speziell für Kinder. Dafür müssen aber die Dosen Fibronil im Ei sehr hoch sein – was sie laut dem Bundesamt für Risikobewertung gar nicht sind. Bisher vorliegende Daten lägen "um einen Faktor zehn unterhalb" des kritischen Werts.

Ein Erwachsener müsste sieben belastete Eier in 24 Stunden essen, bevor er die kritische Dosis erreichen würde (Die Zeit).

Trotzdem: Wie kam der Stoff in deutsche Eier?

Insgesamt 180 Betriebe hatten ein Anti-Läusemittel bei ihren Hühnern eingesetzt, dem Fipronil beigemischt worden war. Es soll sich um Betriebe in Belgien und den Niederlanden handeln, die auch Eier nach Deutschland exportierten. (SPIEGEL ONLINE)

Und wie weiß ich nun, ob meine Frühstückseier verseucht sind?

Jedes Ei hat einen genauen Code aufgedruckt, der Aufschluss über Herkunft und Haltung gibt. Auf der Seite lebensmittelwarnung.de aktualisiert das Bundesamt für Verbraucherschutz fortlaufend, welche Codes betroffen sind.

Hier haben wir alle aufgelistet (Stand Freitag, 11.30 Uhr):

  • Bei diesen Nummern ist der erlaubte Fibronil-Grenzwert überschritten: 0-NL-4352602 / 0-NL-4310001 / 1-NL-4167902 / 1-NL-4385701 / 1-NL-4339301 / 1-NL-4339912 / 2-NL- 4385702 / 1-NL-4331901 / 2-NL-4332601 / 2-NL-4332602 / 1-NL-4359801 / 2-NL-4212103 / 0-NL-4031001
  • Bei diesen Nummern gibt es nachweislich Rückstände des Gifts: 1-NL 4128604 / 1-NL 4286001 / 0-NL 4392501 / 0-NL 4385501 / 2-NL-4015502
  • Zu diesen Nummern haben Betriebe selbst Rückstände gemeldet: 2-NL-4322402 / 1-NL-4322401 / 0-NL-4170101 / 1-NL-4339301 / 1-NL-4385701 / 1-NL-4331901
  • Belastete in Deutschland hergestellte Eier: 1-DE-0358001 / 0-DE-0360521


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"So schlecht": Was ein Testzuschauer wirklich vom neuen Schweiger-Schweighöfer-Film hält

04.08.2017, 11:55 · Aktualisiert: 04.08.2017, 17:13

Erst im Dezember soll "Hot Dog" in die Kinos kommen, eine Action-Klamotte von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer. Doch schon jetzt gibt es eine Debatte um den Film. Der Grund: das Niveau. 

Der Streifen soll bei den ersten Test-Vorführungen radikal durchgefallen sein, berichtet "Bild" und beruft sich auf Testresultate. Viele halten "Hot Dog" angeblich für zu schlecht. Woher die Infos stammen, schreibt die Zeitung nicht. Die Produktionsfirma bestreitet die schlechten Resultate gegenüber bento.

Was ist von dem Film wirklich zu halten? Wir haben zwei gesprochen, die "Hot Dog" vorab gesehen haben. Sie finden: Der Film sei eine Zumutung.