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Grün

Diese zwei Vögel könnten ein Ed-Sheeran-Konzert in Essen verhindern

14.11.2017, 15:05

Singvogel gefährdet Singvögel

Fünf Konzerte will Ed Sheeran kommendes Jahr in Deutschland geben, je eines in Berlin und Hamburg, zwei in München – und eines in Essen. Doch daraus könnte nun nichts werden. Das Konzert soll eigentlich am 22. Juli 2018 auf dem Flughafen Essen-Mülheim stattfinden. (WDR)

Doch Tierschützer warnen nun: Auf dem Gelände leben zwei bedrohte Singvögelarten (WAZ). Die Feldlerche und der Steinschmätzer haben ihre Nistplätze an oder auf dem Flughafengelände. Beide Vögel stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten.

Die Umweltämter von Essen und Mülheim müssen nun prüfen, ob Ed Sheerans Gesang den Vögeln schaden könnte.

Um diese beiden Vögel geht es:

dpa/Andreas Neuthe
dpa/Heiko Schmaljohann
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Das Ed-Sheeran-Konzert soll ein Open-Air-Event mit 80.000 Besuchern werden. Es ist bereits ausverkauft. Entsprechend genervt ist der Veranstalter vom drohenden Verbot. Christian Wiesmann vom Konzertveranstalter FKP Scorpio sagt in der "WAZ", nur ein kleiner Teil des Flughafengeländes werde für das Konzert benötigt.

Die Stadt Essen nimmt den Tierschutz trotzdem ernst. Weil beide Singvögelarten auf der Roten Liste stehen, ist die besondere Vorsicht durch das Bundesnaturschutzgesetz vorgeschrieben. Die Sprecherin der Stadt, Silke Lenz, sagt, deshalb dürfe das Konzert "keine erheblichen und nachhaltigen Auswirkungen auf die Tiere haben".

Sowohl der Veranstalter wie auch die Behörden haben nun Gutachter beauftragt.

Die Biologen sollen herausfinden, ob und wie die Vögel gestört werden. Der nächtliche Gesang Ed Sheerans könnte den Lerchen, die als frühe Vögel bekannt sind, durchaus zum Problem werden.

Falls die Biologen zu diesem Schluss kommen, muss geklärt werden, ob und wie das Konzert trotzdem artgerecht stattfinden kann. Der Mülheimer Bürgermeister Ulrich Scholten ist auf jeden Fall für das Konzert, schon allein aus Imagegründen. Der "WAZ" sagt er zum Thema Vögelschutz:

Wir sollten mit dem Auge der Liebe draufgucken, um es hinzukriegen, ohne Umwelt-Rambos zu sein
Ulrich Scholten

Gerechtigkeit

Wozu braucht die EU eigentlich eine eigene Armee?

14.11.2017, 14:12 · Aktualisiert: 15.11.2017, 07:27

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Das Bündnis nennt sich "Ständige Strukturierte Zusammenarbeit", in der englischen Abkürzung: Pesco. Die EU hat bereits seit den 1950er Jahren solch ein Bündnis diskutiert, nun ging alles überraschend schnell. Außenminister Sigmar Gabriel nannte das Abkommen einen "Meilenstein". (Bundesregierung)