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Grün

Sexwütige Krebse erobern Berlin

23.08.2017, 12:27 · Aktualisiert: 23.08.2017, 15:00

Hipster, Tauben, Touris – jetzt auch noch Schalentiere!

Sie kommen von weit her, sitzen gern am Straßenrand und gehen vielen auf den Zeiger - Rote Amerikanische Sumpfkrebse. Nach Schwaben und Spaniern haben die Hauptstadtbewohner ein neues Hassobjekt gefunden, für das es sich morgens aufzustehen lohnt.

Die Tiere sind gern nachts aktiv, vermehren sich rasant und breiten sich dadurch schneller aus als die Gentrifizierung in Neukölln. Jetzt warnen sogar Tierschützer vor ihnen.

Inzwischen, so sagt der Naturschutzverband NABU, sind die Krebse zu einer Bedrohung für die Berliner Natur und Umwelt geworden.

(Bild: Ulrike Kielhorn/NABU Berlin)

Ein Grund dafür ist der wahllose Fresswahn der Tiere: Die Krebse fressen fast alles, was sich im Wasser findet - auch den Laich anderer Tiere. Dazu kommt, dass sie Krankheiten übertragen sollen. Nach den "Ratten der Lüfte" und echten Ratten sind die Krebse wohl die "Ratten des Wassers". Wobei es Nutrias - echte Wasserratten - schon länger ebenfalls in Berlin gibt.

Und wie sieht es bei dir aus? Bist du Berliner oder wohnst du nur schon länger da?

Angefangen hat die Plage vermutlich mit ein paar versifften Aquarien irgendwo in der Hauptstadt. Denn in Gefangenschaft halten sich die aus Nordamerika stammenden Tiere bis zu fünf Jahre lang – länger als die meisten Studenten-WGs.

Ausgesetzt in freier Wildbahn kennt der Sumpfkrebs allerdings nur wenige natürliche Feinde. Hinzu kommt, dass die Tiere laut NABU "wanderlustig" sind und sich rasant ausbreiten. An der Spanischen Botschaft in Mitte rennen sie inzwischen regelmäßig über den Asphalt.

Im Tiergarten sind die Krebse bereits zur Touristenattraktion geworden:

Doch bei aller Aufregung gibt es bislang wenig Möglichkeiten, die Krebse zu bekämpfen. Umweltaktivisten fordern deshalb, einen eigenen Aktionsplan zur Bekämpfung des Sumpfkrebses zu entwickelt. Doch selbst der NABU räumt offen ein, dass er wenig Chancen sieht, dass die Berliner Bürokratie noch rechtzeitig reagiert.

Selbst aktiv werden können die Umweltschützer nicht, weil das Einfangen der Tiere als Wilderei gilt – "obwohl der bekömmliche Krebs andernorts bereits gegrillt und verspeist wird", wie der Umweltverband in einer Mitteilung bereits vorsorglich dezent betont.

Vielleicht sollten die Umweltaktivisten lieber bei Curry 36 anrufen, anstatt auf die Senatsverwaltung zu warten.

Andere schräge Tiere bei bento:


Trip

Der perfekte Roadtrip: Zwischen einsamen Stränden und lebhaften Städten in Portugal

23.08.2017, 11:28

Du wachst auf und siehst blauen Himmel, weißen Sand und das Meer. In diesem Moment spürst du: 

Du hast irgendwas verdammt richtig gemacht.

So geht es mir. Jeden Morgen wache ich mit diesem Gefühl auf, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Gemeinsam mit einem Freund bin ich an der Westküste von Portugal unterwegs und wir haben beschlossen, statt in Hotels unter freiem Himmel zu übernachten. Strand statt Bett, einfach das Auto abstellen und mit unseren Schlafsäcken, einer Flasche Rotwein und Oliven die Klippen herunter zum Strand klettern – eine Abendroutine der anderen Art. Besser als jede Matratze passt sich der feine Sand meinem Körper an und morgens weckt mich statt meines Weckers die Sonne.