Musik

Mit dieser Playlist verarbeitest du das Trauma der US-Wahl

09.11.2016, 15:43 · Aktualisiert: 11.11.2016, 10:59

9 Songs als musikalische Trauerbegleitung

Es ist wirklich passiert: Donald Trump wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. (bento I) Der Schock sitzt für viele Menschen tief. Ein Demagoge, ein Sexist, ein Rassist, ein Pöbler – an der Spitze eines so mächtigen Landes?

Doch all das Gejammere und Geweine bringt uns nicht weiter. Stattdessen sollten wir nach vorne blicken und anfangen, unser Trauma zu verarbeiten. Wie wir das machen? Mit der großartigsten Medizin, die jemals erfunden wurde: Musik.

Stufe 1: Fassungslosigkeit

Ja, wir sind schockiert. Können es nicht glauben. WOLLEN es nicht glauben. Aber um unsere Gefühle zu verarbeiten, müssen wir uns in sie hineinfallen lassen. In sie hinein stürzen, mit Anlauf. Den süßen, samtigen Schmerz genießen. Uns in ihm suhlen. Nur so geht es vorwärts.

Die 12 Minuten von "This is the End" bieten ausreichend Zeit, um dem Wahnsinn freien Lauf zu lassen.

Stufe 2: Wut

Ja, warum bist du eigentlich traurig? Das macht doch gar keinen Sinn! Trauer? NEIN! Sauer? Ja!

Denk doch mal an all diese Leute, die T-R-U-M-P gewählt haben. Die diesen Schreihals ernstgenommen haben. Die Hass und Angst über Mitgefühl stellen.

Hol dir deinen Boxsack, deinen Stressball, deine Hanteln oder deine Laufschuhe und SCHWITZ DIE WUT RAUS. Dabei hörst du dir "Break Stuff" und "Boom Boom Boom" an.

Stufe 3: Verhandeln

Genug geschwitzt? Dann wird dein Kopf wohl langsam wieder frei, und beginnt zu arbeiten:

Kann man das Unglück doch noch irgendwie abwenden? Was wäre, wenn die Wahlmänner Trump einfach nicht ihre Stimme geben? Gibt es nicht doch noch eine Chance, dass er nicht US-Präsident wird? Kann man das Ergebnis anfechten? Hat er vielleicht betrogen? ES MUSS DOCH EINE MÖGLICHKEIT GEBEN!

Du befindest dich im freien Fall. Und der Tiefpunkt kommt erst noch.

Stufe 4: Depression

Du musst jetzt ganz stark sein. Nachdem du merkst, dass es keinen Ausweg gibt, trifft dich die Trauer mit einer vollen Breitseite. Der Weltschmerz und die Hoffnungslosigkeit lassen dich in Tränen ausbrechen. Nun brauchst du Songs, um angezogen auf dem Boden der laufenden Dusche eine ganze Torte mit den Händen zu essen.

Du weißt, welche wir meinen.

Spürst du, wie der Schmerz langsam geht? Freu dich doch über ihn: Immerhin fühlst du überhaupt noch etwas. Und es wird besser. Du hast das Schlimmste überstanden.

Stufe 5: Akzeptanz

Du hast verhandelt, zu Gott gebetet, geheult und geschrien. Doch es hat alles nichts gebracht. Stattdessen musst du akzeptieren, was passiert ist. Und nun das Beste daraus machen.

Also fegst du die Scherben zusammen, kämmst dir die Haare, ziehst den Schlüppi zurecht und schreitest erhobenen Hauptes in die ungewisse Zukunft. Soll er doch regieren, dieser Trump.

Dich wird er nicht kleinkriegen.

In many ways they'll miss the good old days – Someday, someday – Yeah it hurts to say but I want you to stay – Sometimes, sometimes
The Strokes

Die geheime Stufe 6: Party!

Nichts geht über eine gute Feierei, um die Sorgen und Nöte des Alltags zu vergessen. Deshalb gibt es von uns einen aufbauenden Party-Klassiker! Was liegt heute näher, als im Trump-Style auf der Suche nach "Single Ladys" mit Geldscheinen zu werfen.


Tech

"Ich hab Lust zu ficken": Das ist aus Knuddels geworden

09.11.2016, 15:22

Die Chatplattform, auf der wir alle angefangen haben, hat sich verändert

Es ist gut zehn Jahre her, seit ich mich das letzte Mal in einen Knuddels-Chatraum begeben habe. Damals war Knuddels.de der Online-Treffpunkt Nummer eins nach der Schule: Stundenlang wurde dort das Browser-Spiel "Mafia" gespielt, nebenbei wurde gechattet und, nun ja, auch geflirtet. Jetzt melde ich mich wieder bei Knuddels an – und muss nicht lange auf die ersten Avancen warten.

Aber zurück ins Jahr 2006: Mit knapp 6,5 Millionen registrierten Mitgliedern zählte Knuddels damals zu den größten Online-Plattformen in Deutschland. Jeden Monat waren davon laut Anbieter circa vier Millionen Nutzer aktiv, ein Drittel von ihnen war zwischen 14 und 17 Jahre alt.