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Musik

Dein Spotify-Jahresrückblick ist Mist? Kein Problem, meiner auch!

07.12.2017, 14:08 · Aktualisiert: 07.12.2017, 16:10

Spotify liefert eine echte Enttäuschung.

2017 war für mich ein verdammt aufregendes Jahr: Erst eine Weltreise, dann ein traumhafter Sommer in Frankreich, danach eine Trennung und schließlich ein neuer Job. Alles war mit dabei.

Und die richtige Musik lieferte mir den Soundtrack zu jeder dieser Situationen: Egal wo ich bin, die Kopfhörer sind immer mit dabei. Ob Hoch oder Tief, es gibt immer den passenden Song dazu.

Seit einigen Tagen bietet mir der Streamingdienst Spotify netterweise eine Sammlung zu dem Chaos in meinem Leben an. "Deine Top-Tracks aus 2017" nennt sich diese Playlist. Enthalten sind die Tracks, die jeder Nutzer am meisten gestreamt hat. Was ich also am häufigsten dieses Jahr gehört habe, landet dann in dieser Liste. Ich bin gespannt.

Für mich kann es dieses Jahr nur einen Hit geben.

2017 kann es nur eine geben: Tina Turner. Früher nur im Radio aufgeschnappt, habe ich diese wunderbare Frau dieses Jahr für mich wiederentdeckt. Sie ist nicht der neueste hippe Scheiß, aber das ist mir total egal: Tina und ich hatten ein richtig schönes 2017. Die Playlist "This is: Tina Turner" habe ich rauf und runter gehört. Ohne Tina wäre mein Jahr definitiv anders verlaufen.

Ihre rauchige Stimme geht direkt unter die Haut. Mal locker und leicht, mal schwer und intensiv. “The Best" holt meine Mundwinkel morgens nach oben, "We Don’t Need Another Hero“ bringt mich immer nach vorne und "Let’s Stay Together" lässt jeden dahin schmelzen. Diese Songs gehören in meine Top-Tracks von 2017 – sie spiegeln mein Jahr und mein Leben wieder.

Ich öffne die Liste. Das Ergebnis trifft mich wie ein Schlag.

Der Mix beginnt mit "BLOOD." von Kendrick Lamar.

Ich kann es nicht glauben. Kurz mache ich die App dicht und öffne sie wieder. Er ist immer noch da.

Klar, der Song und das Album sind super. Der Junge hat dieses Jahr einen rausgehauen.

Aber Kendrick kann Tina niemals das Wasser reichen.

Ich habe keinen einzigen Gedanken an ihn verschwendet. Wenn mich vorher jemand gefragt hätte, niemals hätte ich Lamar als Künstler in meiner Playlist genannt. Er hat mir nichts, aber auch gar nichts gegeben. Anscheinend schon. Sonst würde er jetzt nicht unter meiner Top-Tracks stehen.

Das Schlimmste daran ist, dass er da jetzt für immer bleibt. Die Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen. 2017 ist so gut wie vorbei.

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Fassungslos scrolle ich weiter.

Es wird nicht besser. An die meisten sogenannten Lieblingssongs kann und möchte ich mich gar nicht erinnern. Wann zum Teufel habe ich Echt mit "Du trägst keine Liebe in dir" gehört? Und wieso bekommen SSIO mit "Der Kanalreiniger" oder Christian Steiffen mit "Ich fühl' mich Disco" überhaupt einen Platz? Mein musikalisches Jahr ist hauptsächlich geprägt von Mainstream-HipHop, Porno-Rap und emotionalen Teenager-Songs.

Eine Note Eins in Geschmack hätte das nicht verdient.

Ich stelle schon die Kompetenz von Spotify in Frage, als ich sie dann doch noch finde. Ganz am Ende ist meine Tina zu finden. Mit "What's Love Got To Do With It" hält sie tapfer die Stellung. Mir wird warm ums Herz – echt jetzt. Am liebsten würde ich sie an den Anfang setzen. Das wäre ihr und unserer Beziehung gegenüber nur ehrlich. Sie hat mir so viel mehr gegeben als dieser Kendrick Lamar.

Und ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wer meine Nr. 1 ist!

Scheiß auf die Zahlen. Ich bin der einzige, der entscheidet was meine Top-Tracks sind. Da können die Schweden nackte Tatsachen bringen wie sie wollen – ich lasse das Jahr mit Tina ausklingen!

Musik für die Seele!


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