Bild: Alexandra Gavillet

Musik

Wir haben mit Alma über Hater und blonde Haare gesprochen

10.09.2017, 18:09

Für die junge Finnin Alma ist das Lollapalooza in Berlin das letzte in einer ganzen Reihe von Festivals, bei denen sie dieses Jahr aufgetreten ist. Seitdem sie ihren Debüt-Song "Dye My Hair" 2016 veröffentlichte, steht die 21-Jährige ständig auf der Bühne. 

Wer so viel auftritt, erntet auch viel Kritik.

Vor allem über ihr Äußeres wird viel geredet, über ihre neongelben Haare, über ihre Figur. "Du klingst und siehst aus wie ein sterbendes Pokemon", schreibt ein Twitter-User und Alma liest es vor laufender Kamera bei Disslike vor. 

Wir haben die 21-Jährige auf dem Lollapalooza getroffen und gefragt, wie sie mit der Kritik umgeht – und ob sie für die Liebe wirklich blond werden würde, wie sie es in "Dye My hair" angekündigt hat. 

(Bild: Alexandra Gavillet)

Alma, deine Songtexte sind persönlich: In "Dye My Hair" geht es darum, dass du für die Liebe alles tun würdest. Wie sehr trifft es dich, wenn deine Musik kritisiert wird?

Kritik beschäftigt mich schon, aber das sind nun mal meine Songs mit meinen Geschichten. Ich kann doch nicht ändern, was passiert ist, nur weil einer meinen Text doof findet. Und ich würde nie meine Gefühle wegen der Kritiken verleugnen. 

Gerade im Internet ist Kritik bekommen furchtbar. Jeder Künstler kriegt so grässliche Kommentare. Ich verstehe einfach nicht, wieso die Leute so hasserfüllte Dinge schreiben. Selbst Rihanna kriegt Hass ab  – und die finde ich perfekt, sie ist großartig. 

Ich würde nie meine Gefühle wegen der Kritiken verleugnen.
Alma

In der Vergangenheit wurdest du öfters heftig kritisiert, zum Beispiel in der finnischen Castingshow "Pop Idol", bei der du mitgemacht hast.

Ja, das war eine gute und eine schlechte Erfahrung. Ich würde es nicht nochmal machen, ich war damals erst 15. Aber es hat mir gezeigt, was ich wirklich möchte – zum Beispiel, dass ich nicht auf Finnisch, sondern auf Englisch singen will.

Danach habe ich angefangen, jeden Tag Songs zu schreiben und versucht, mich zu verbessern. Letztendlich konnte ich für mich etwas Gutes daraus ziehen.

(Bild: Alexandra Gavillet)

Wie reagierst du, wenn Kritik auf deinen Charakter bezogen ist?

Die ersten Monate dachte ich noch jedes Mal 'Ohhhh fuck!'. Dann kam die Einsicht: Wenn ich Kritik jedes Mal zum Problem mache, verliere ich mich selbst. Meine Karriere und meine Musik sind wichtig – fertig. Persönliche Kritik fühlt sich natürlich scheiße an, aber das bin eben ich. Wenn ich dir nicht gefalle, hast du Pech.

Ohhhh fuck!
Alma

Wie schaffst du es, Kritik leichter abzuschütteln?

Wenn du herausgefunden hast, was dich wirklich glücklich macht, dann ist der Rest egal. Dafür musst du dir aber schon überlegen, ob du lieber Maler oder Computerspezialist werden willst. Oder eben Sängerin.

Wenn du das herausgefunden hast, dann können die Leute dir sagen, dass du nur Scheiße machst – und es ist dir egal. 

(Bild: Alexandra Gavillet)

Dein Aussehen ist oft Thema, vor allem dein Haare.

Ich lache nur noch, wenn jemand an meiner Haarfarbe rummäkelt. Ich verstehe es, wenn manche die Farbe schrecklich finden. Aber mir gefällt es, ich laufe schon zwei Jahre so rum. Mal davon abgesehen, dass das Neongelb viel Arbeit macht und mir meine Haare langsam fast abfallen.


Hand aufs Herz: Würdest du dir deine Haare für die Liebe wirklich umfärben?

Würde Bruno Mars wirklich eine Granate fangen? Nein, er würde sterben. Das ist einfach eine Metapher für das Gefühl, wenn man verliebt ist. Ich würde nicht auf blond umsteigen.


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