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Bild: flickr.com / Franz Johann Morgenbesser (cc by-sa)

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30 Dinge, die du nur kennst, wenn du an der Uni Wien studierst

16.01.2016, 14:38 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:25

Ach, die gute Uni Wien. Wie kann man eine Institution beschreiben, die ausnahmslos jeden, der dort studiert hat, schon mehrere Male an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben hat? Wie einem Gebäude huldigen, in dem man die besten Jahre seines Lebens in luftarmen Räumlichkeiten abgesessen hat, während sich draußen Vögel paarten?

Vielleicht so. Das hier ist für alle 93.000 Studierenden, die das Vergnügen haben, an der größten Universität im deutschsprachigen Raum zu lernen.

Dein Studienausweis sieht auch 2016 noch genauso aus wie in den Siebzigerjahren.

Nachdem du fünf Monate an deiner Forschungsarbeit gesessen bist, bekommst du ein Feedback, das im besten Fall aus zwei Wörtern besteht: ist angekommen.

Jede Stunde, die du im Hörsaal D absitzt, wirkt sich doppelt so stark auf deinen körperlichen Verfall aus.

Nachdem du bei der Modulprüfung versagt hast, kaufst du dir erst mal ein Ottakringer beim Billa, um über den Zustand deines Lebens nachzudenken.

Dein Sitznachbar fragt dich unauffällig, ob du beim Deewan essen warst.

Deine veganen Freunde wollen immer Rote-Rüben-Gnocchi im Weltcafé essen.

Du bekommst nach dem spirituell anregenden Soziologie-Fest regelmäßig Einladungen zum Treffen der BaGru und gehst nie hin.

Deine Referatspartnerin aus dem Anglistik EC schlägt vor, am Mittwoch ins "Loco" zu gehen und dich auf "ein" Bacardi-Cola um 50 Cent einzuladen.

Dein kommissioneller Prüfungstermin wird zwei Wochen vorher abgesagt. Ohne Begründung.

"Aber das stand doch so auf der Seite der Studienprogrammleitung?!?" "Glauben Sie niemals Ihrer Studenprogrammleitung."

Du lernst in der schönsten Bibliothek der Welt.

Ältere Semester schwärmen noch immer vom Pater Noster im Neuen Institutsgebäude.

Außer den soon-to-be Nationalratsabgeordneten interessiert sich niemand für den Ausgang der ÖH-Wahlen. #sorrynotsorry

Du stehst vor dem Kopiergerät, weil du das Buch nicht entlehnen darfst, und der Kopierer nimmt nur die andere Kopierkarte. Also nicht die von Facultas.

Wenn du nicht mehr weiter weißt, setzt du dich in den Votivpark. Und dann ist alles für einen Moment gut.

Zu deinem Meinungsbeitrag im Politische Theorie LK wirst du erst mal von einem Kommilitonen zusammengeschissen, noch bevor der Professor auf seinen Overheadfolien nach dem richtigen Adorno-Zitat suchen kann.

Dass dein Seminar ausfällt, erfährst du vor Ort durch einen Zettel an der Tür, weil das Internet ist für uns alle Neuland.

Du hast viel zu wenige Punkte für die LV-Anmeldung, um jemals in Regelstudienzeit fertig zu werden.

Keiner deiner Professoren kennt dich beim Namen. Auch nicht nach 17 Semestern. Auch nicht bei Abgabe deiner Masterarbeit.

Du findest die Germanistik-Bibliothek auch beim dritten Anlauf nicht. Weil alles gleich aussieht.

"Sie brauchen den gelben Zettel für die Anrechnung, den GELBEN!!!"

Die großzügigen Öffnungszeiten deiner StudienServiceStelle kollidieren mit deinen Arbeitszeiten. Du arbeitest fünf Stunden die Woche. Als Dogsitterin.

Deine abweichende Wahlfachkombination wird nicht genehmigt. Die deiner Studienkollegin schon.

Du siehst während deiner LV am Uni Campus, wie die Leute draußen in der Sonne sitzen und Bier trinken.

Wenn dein Multiple-Choice Prüfungsbogen verloren geht, bist du laut Prüfungsaufsicht selbst Schuld.

E-Mails werden nur dann zeitgerecht versandt, wenn du ein Buch nicht zurück gegeben hast.

"Das hätten Sie aber selbst nachsehen/nachlesen/wissen müssen, steht alles auf der Homepage" ist der Lieblingssatz der Studienprogrammleitung.

"Dafür sind wir nicht zuständig."

"Das weiß ich leider auch nicht."

Ach ja. Und deine Mitbewohnerin aus Oberösterreich fährt jedes Wochenende heim zu ihrem Freund.