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Eine Frau versucht, ihr Handy zu retten. Damit wird sie gerade berühmt

09.10.2017, 16:54 · Aktualisiert: 09.10.2017, 18:00

Das Handy fällt auf den Balkon der Nachbarn eine Etage tiefer – allein dieses kurze Szenario dürfte den ein oder anderen Smartphone-Nutzer zusammenzucken lassen.

Doch genau das ist der Kanadierin Liz Bertorelli passiert. Sie twitterte ihr Missgeschick – und ahnte nicht, dass ihre Bemühungen, wieder an das Telefon zu kommen, zum viralen Hit werden würden.

Aber beginnen wir mit Tweet Nummer 1: Das Smartphone ist heruntergefallen und liegt auf dem Boden des benachbarten Balkons.

Der Schaden scheint halb so groß zu sein: Liz sieht, wie noch Benachrichtigungen auf dem Display aufploppen.

Liz erster Gedanke: Natürlich bei den Nachbarn klingeln. Die sind aber nicht zu Hause, das Telefon bleibt auf dem Balkon. Sie wirft einen Zettel mit einer anderen Telefonnummer auf den Balkon, damit die Nachbarn sie erreichen können, falls sie das Handy finden.

Trotzdem: Der Verlust des Handys macht Liz untröstlich.

Sie lässt die Netzgemeinde an ihrer Trauer teilhaben und vergleicht die unerreichbare Nähe des Smartphones mit dem Trennungsschmerz, den Romeo und Julia in Shakespeares Tragödie erlitten:

Auf der Arbeit quält es sie, ihre Kollegen mit ihren iPhones in der Hand zu sehen:

Rührend kümmert sie sich um das Wohlbefinden des Telefons und füttert es – wie Enten am Teich – mit Brot:

The struggle is real: 16 Stunden ohne Instagram. Und was soll sie denn jetzt bitte auf dem Klo machen?

Liz' Sorgen werden immer größter. Denn das kanadische Wetter meint es nicht gut mit ihr. Ein Sturm wird vorhergesagt, es soll regnen. Ist das das Todesurteil ihres Handys?

Natürlich kommt es zum Supergau: Es beginnt zu schütten.

Liz muss tatenlos zuschauen, wie der Regen auf ihr Handy prasselt. Sie versucht, den Schaden zu reduzieren und hängt eine Plastiktüte von ihrem Balkon schützend über das Telefon.

Von den Nachbarn gibt es nach wie vor keine Spur. Liz fragt die Twitter-Gemeinde, ob sie ihre Drohne zur Smartphone-Rettung nutzen soll.

Twitter-Nutzer raten ihr, das Telefon mit Hilfe eines langen Gegenstands einzufangen. Alternativ überlegt sie sich, eine Strickleiter, Klebeband oder eine Eule zur Rettung zu nutzen.

Der nächste Tag kommt, Liz ist ihr Smartphone immer noch los. Sie versucht, das Handy mit zwei zusammengeklebten Wischmob-Stäben zu kriegen – und scheitert. Wenigstens scheint die Sonne.

Mittlerweile ist das Unglück der jungen Frau in ihrer Heimatstadt bekannt geworden, sie erzählt lokalen Medien von ihrem Problem.

Der Showdown kommt am Abend: Liz und ihre Freundin beschließen, die Drohne umzubauen. Sie hängen sie an eine Paketschnur, unten soll Klebeband das Handy fixieren.

Die Frauen scheitern zunächst, lassen sich aber nicht entmutigen. Und schaffen es dann endlich, das Smartphone nach oben zu befördern.

Der Jubel ist grenzenlos.

Bertorelli ist mit ihrem Missgeschick ein viraler Hit gelungen, ihre erste Nachricht zur Misere wurde 1700 Mal retweetet.

Der britische Schriftsteller und Komiker Stephen Fry meldete sich ebenfalls auf Twitter und konnte die Spannung kaum aushalten, ob Liz das Telefon heil zurückerhält.

Liz Postings zeigen, wie abhängig wir mittlerweile von unseren Smartphones sind. Vielleicht macht sie demnächst wieder eine kurze Handy-Pause – twittern kann sie ja auch mit dem Laptop...


Gerechtigkeit

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