Bild: Saturday Night Live

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Fies, fieser, Saturday Night: Alec "Trump" Baldwin gibt Harvey Weinstein Sexismus-Tipps

05.11.2017, 11:06

Es gibt diese eine Zeit in der Woche, in der US-Präsident Donald Trump am liebsten für einen landesweiten Stromausfall sorgen würde: dann, wenn "Saturday Night Live" läuft. Die Satire-Show holt regelmäßig Alec Baldwin vor die Kamera, wie er Trump parodiert.

Mittlerweile gehört es für SNL fast zum Standard, einmal die Trump-Nachrichten der vergangenen Woche aufs Korn zu nehmen.

In den Augen vieler ist SNL so mittlerweile zur besten Satire-Show der USA geworden – und zum Korrektiv für all die Eskapaden aus dem Weißen Haus. Auch in dieser Woche gab es viel zu veräppeln: von Trumps Wahlkampfchef Paul Manafort bis zur Sexismus-Affäre um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. (Für Eilige: Das Video findest du am Ende des Artikels.)

Die Witze, die Alec Baldwin dabei reißt, sind mal platt, mal fies – aber immer auf den Punkt. Und in beinahe jedem Nebensatz versteckt sich eine Anspielung auf das aktuelle politische Geschehen im Sumpf von Washington.

Das sind die bisherigen Trump-Parodien von Alec Baldwin:

Das sind die bisherigen Trump-Sketche auf SNL:

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YouTube/ Saturday Night Live
Screenshot
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Und darum geht es im neuen Sketch:

Vergangene Woche stellte sich Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Manafort dem FBI, ihm wird Verschwörung und Geldwäsche vorgeworfen – er soll mit russischen Geldern den US-Wahlkampf beeinflusst haben. (bento)

Eine Millionenspende deklarierte Manafort zuerst als Kauf von Orientteppichen. Seither steht er unter Hausarrest – wo ihn nun Trump besucht. Erster Spruch von Präsidenten:

Heutzutage sind alle soooo politisch korrekt, ich kann nicht mal mehr Orientteppich sagen!

Da sind beide auch schon beim Thema: Teppiche für Millionensummen, Veruntreuung, Verschwörung. Begnadigung? Um nicht abgehört zu werden, steigt Trump zu Manafort in die Dusche. Und philosophiert ein bisschen über Sexismus:

Was für ein Idiot ist eigentlich Harvey Weinstein? Er wäre mit allem davongekommen – wenn er sich nur einfach zum Präsidenten hätte wählen lassen!

Dem Produzenten Weinstein wird von mehreren Schauspielerinnen vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben (bento). Er wurde aus seiner Firma entlassen, längst werden auch Anschuldigungen gegen andere Hollywood-Größen (wie Kevin Spacey) laut.

Auch Trump hatte im vergangenen Jahr kurz vor der US-Wahl mit Übergriffen geprahlt, mehrere Frauen hatten dann von ihren negativen Erlebnissen mit ihm berichtet. Die Affäre blieb jedoch ohne Folgen: Trump wurde zwei Wochen später zum US-Präsidenten gewählt.

Witzigster Moment im Sketch ist aber wohl der Einschub mit Melania Trump. Damit der Präsident heimlich in die Wohnung von Manafort huschen kann, setzt er seiner Frau eine Puppe mit blonder Tolle vor – in der Hoffnung sie zu täuschen.

Und tatsächlich scheint Melania der neue Trump ganz gut zu gefallen:

Wer hätte gedacht, dass du, wenn du mal den Mund hältst, plötzlich wie ein Präsident wirkst?

Hier kannst du den Sketch sehen:

Paul Manafort's House Cold Open

President Trump dropped by Paul Manafort’s house to set things straight with the help of VP Mike Pence and AG Jeff Sessions.

Posted by Saturday Night Live on Samstag, 4. November 2017

Die Parodien von Alec Baldwin laufen nun seit bald einem Jahr. Viele feiern den Schauspieler dafür, manche finden es mittlerweile zu viel des Guten.

Was meinst du: Ist die Trump-Nummer bei SNL immer noch großartig? Oder längst ausgelutscht?


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