Bild: Jared Sluyter on Unsplash/cc 0

10.03.2018, 13:38 · Aktualisiert: 10.03.2018, 20:07

"Bis ich 20 war, dachte ich, dass Seepferdchen Fabelwesen sind!"

Kinder leben in einer fantastischen Welt. Was sie erleben, ist für sie meist brandneu. Die Welt ist voller Magie und Dingen, die einen zum Staunen bringen. Jeder Schmetterling, jede Blume und jedes neue Wort müssen erst einmal verarbeitet und eingeordnet werden.

Schwierig wird es für Kinder allerdings, wenn sie mit Erwachsenen zu tun haben. Die sagen nämlich oft komische Dinge und machen verrückte Sachen. Und so müssen sich Kinder auf viele Aussagen ihrer Eltern und Verwandten selbst einen Reim machen.

Was nicht immer gutgeht.

Auf Twitter hat die Autorin Jennifer Wright einfach mal gefragt: "Was ist das Verrückteste, das ihr als Kinder falsch verstanden oder geglaubt habt?" Die Antworten darauf sind grandios.

Sie selber schilderte direkt mal ein Beispiel: Bis ins Jugendalter hinein glaubte sie, dass Clowns mit dem bunten Gesicht geboren werden – und fand es schrecklich, dass Menschen so gemein waren, über diese armen Kreaturen zu lachen. Bei Kindergeburtstagen stand sie deshalb mit einer ernsten Miene am Rand und ärgerte sich sich über das ausgelassene Gejohle.

Hunderte Antworten hat Wright inzwischen erhalten, einige der besten haben wir für euch gesammelt und übersetzt.

"Ich habe gedacht, dass Seepferdchen Fabelwesen sind – genau wie Einhörner oder Pegasusse (Pegasi?)... Ich war... äääh.. schon über 20 Jahre alt, als ich eins in einem Aquarium gesehen habe und so die Wahrheit erfuhr."

"Ich habe nicht verstanden, warum Menschen nicht 'Trinken und Fahren' dürfen. Warum gibt es Becherhalter, wenn die Leute beim Autofahren nichts trinken sollen? Und was, wenn es eine lange Fahrt wird? Ich wurde immer panisch, wenn meine Mutter eine Limo mit ins Auto genommen hat."

"Als Kind hatte ich große Angst, dass meine Familie aus Vampiren bestehen könnte. Immerhin kamen sie aus Pennsylvania. Irgendwann hat mich ein Lehrer mal darüber aufgeklärt, dass das nicht das Gleiche wie Transsilvanien ist. Ich wurde dafür ziemlich ausgelacht."

"Ich dachte 'gefeuert werden' bedeutet, dass man in einen Raum gebracht wird und gesagt bekommt, was für einen sehr schlechten Job man gemacht hat. Und dass man dann bis auf einen knusprigen Rest verbrannt wird. Ich habe mir immer sehr große Sorgen um meinen Vater gemacht und habe mir gewünscht, dass sie ihm nur seinen Job wegnehmen und ihn nicht verbrennen. Denn er war ein großartiger Papa, aber ein echt schlechter Arbeiter."

"Ich habe geglaubt, dass mich Fernsehmoderatoren sehen können. Deshalb habe ich nie umgeschaltet, auch wenn ich eine Show nicht mochte. Ich dachte nämlich, dass die im TV dann traurig wären. Ich hab also einfach den Fernseher angelächelt und weiter geschaut."

"Ich dachte, dass das Gelächter in Sitcoms von anderen Leuten kommt, die gerade in diesem Moment von Zuhause aus zuschauen. Ich wollte dann meinen Teil beitragen und habe laut mitgelacht."

"Das ist jetzt echt düster, aber ich habe geglaubt, dass Schauspieler im Fernsehen wirklich erschossen werden. Und, dass deshalb nur Menschen gecastet wurden, die sterben wollten oder zum Tode verurteilt waren."

"Als ich fünf war, habe ich meine Mama gefragt, wann die Welt bunt geworden ist. Ich habe nämlich nicht verstanden, warum alte Fotos schwarz-weiß waren. Ich dachte, die Welt sah früher einfach so aus."

"Ich habe geglaubt, dass 'Inkognito' eigentlich 'in Kognito' bedeutet und 'Kognito' ein richtiger Ort ist – eine Insel in den Tropen, auf der Leute eine Zeit lang untertauchen können. Jemand ist in Kognito."

"Ich habe geglaubt, dass ELLEMMENNOOPEE ein einziger Buchstabe ist."

"Ich konnte einfach nicht glauben, dass Darth Vader der Vater von Luke Skywalker sein sollte. Immerhin hatten beide unterschiedliche Nachnamen. Ich war mir sehr, sehr sicher."

Gibt es auch verrückte Dinge, die du als Kind geglaubt oder total falsch verstanden hast? Dann schreib mir eine Mail an sebastian.maas@bento.de!

(Der Autor dieses Textes dachte übrigens früher, dass der Schwarzmarkt ein realer Ort ist, an dem sich alle Kriminellen täglich treffen und Diebesgut verkaufen. Er hat nie verstanden, warum die Polizei dort nicht einfach alle verhaftet.)


Gerechtigkeit

US-Politikerin erniedrigt Überlebende des Parkland-Amoklaufs, macht sich lächerlich

10.03.2018, 13:18 · Aktualisiert: 10.03.2018, 13:24

"Wir Erwachsenen machen die Gesetze. Wir besitzen die Weisheit."

Stell dir vor, du überlebst einen Amoklauf an deiner Schule, startest eine Kampagne für strengere Waffengesetze, die sogar den Präsidenten deines Landes unter Druck setzt – und dann kommt eine Politikerin und vergleicht deine Forderungen mit dem Wunsch, keine Hausaufgaben mehr machen zu wollen. Weil du halt ein Kind seist. Und sie, die Politikerin, sei die Erwachsene.

Im US-Bundesstaat Florida ist genau das passiert.