Bild: Facebook/Saturday Night Live

Haha

Niemand parodiert Donald Trump so gut wie Alec Baldwin. Niemand.

01.10.2017, 15:35 · Aktualisiert: 01.10.2017, 17:48

"Je mehr Chaos ich anrichte, desto weniger können sich die Leute konzentrieren"

"Saturday Night Live" wird als beste Satire-Show der USA gefeiert. Warum, das haben die SNL-Comedians um Alec Baldwin bei der Staffelpremiere gezeigt: 

Mit einem grandiosen Sketch über Donald Trumps umstrittenes Verhalten in Sachen Katastrophen-Hilfe. Ach was, seinem umstrittenen Verhalten in quasi allem. 

(Bild: Giphy)

Auftritt Alec Baldwin als Donald Trump, wasserstoffblonde Föhnwelle auf dem Kopf, speckiges Golf-Outfit am Leib. 

"Ich hasse es, wieder hier zu sein", beginnt Baldwin-Trump. Aber auch als US-Präsident müsse man Opfer bringen, daher habe er beim Golfen die hinteren neun Löcher ausgelassen. 

Dann nimmt er einen Anruf von Carmen Yulín Cruz (Melissa Villaseñor) entgegen, der Bürgermeisterin der von Hurrikanen zerstörten Hauptstadt Puerto Ricos, San Juan. Sie bittet ihn um Hilfe, Baldwins Antwort:

Sie haben den besten Mann für diesen Job angerufen. Ich weiß, die Lage ist, wie die Einwohner sagen würden: Despacito.

Trumps Verhalten gegenüber Puerto Rico gibt ihm bislang keinen Anlass für Eigenlob. Die Karibikinsel, die heute US-Territorium aber kein Bundesstaat ist, wurde von zwei verheerenden Hurrikanen heimgesucht. Die Situation gleicht einer humanitären Katastrophe

Der US-Präsident gab sich gegenüber den Puerto Ricanern, die de facto US-Bürger sind, zögerlich, fast gleichgültig. Er ließ sich sowohl mit Solidaritätsbekundungen als auch mit Hilfsmaßnahmen Zeit. (Spiegel Online

Stattdessen ereiferte er sich in der Rassismus-Debatte in der National Football League, ging golfen – und attackierte von dort über Twitter die Bürgermeisterin, die ihn für sein Nichthandeln kritisierte:

Trump rechtfertigte die verzögerten Hilfslieferungen so: "Das ist eine Insel, umgeben von Wasser. Viel Wasser. Meereswasser." Eine Aussage, bei der es wohl selbst den Komikern schwer fiel, noch einen draufzusetzen:

Ich weiß nicht, ob Sie das wissen, aber Sie sind eine Insel im Wasser, großes Meer, mit Fischies und Blubberblasen und Schildkröten, die beißen.
Alec Baldwin als Donald Trump

Baldwin beendet das Gespräch mit einer von Trumps Lieblingsbeleidigungen: "This woman is so nasty."

Die Auseinandersetzungen mit Puerto Rico, der schwelende Konflikt mit Nordkorea, die Beleidigungen von Footballspielern. Baldwin spricht das aus, was wohl viele gerade über Trumps Politik denken: 

Je mehr Chaos ich anrichte, desto weniger können sich die Leute konzentrieren.

Was sonst noch passiert:

  • Kate McKinnon gibt den fabelhaften, kriecherischen Justizminister Jeff Sessions.
  • Alex Moffat versucht sich erstmals als New Yorker Senator Chuck Schumer.
  • Aidy Bryant unterstützt Baldwin als Trumps Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders.

Hier kannst du dir den ganzen Clip anschauen:

The Chaos President Cold Open

President Donald Trump speaks with Sarah Huckabee Sanders, Mayor Carmen Yulín Cruz of San Juan, Jeff Sessions and Senator Chuck Schumer.

Posted by Saturday Night Live on Saturday, September 30, 2017


Während der Sommerpause wurde die Sendung mit mehreren Emmys ausgezeichnet. Unter anderem bekam Alec Baldwin für seinen Trump einen Award als bester Nebendarsteller

Zu Recht.

Das sind die bisherigen Trump-Sketche auf SNL:

YouTube/ Saturday Night Live
Screenshot
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Food

Hazelnut Soy Latte, schneller Espresso oder Filter wie bei Oma: Welcher Kaffee bist du?

01.10.2017, 13:13

Fancy im Kupferkessel gebrüht, hübsch mit Bildchen im Schaum oder klassisch aus der Filtermaschine:

Egal, Hauptsache Kaffeeeeeee!