Fühlen

Warum ich als heterosexueller Mann auf Analpenetration stehe

29.09.2017, 15:49 · Aktualisiert: 29.09.2017, 18:04

Da saß ich nun mit einem Finger im Po und meinem besten Stück in der Hand. Leicht zitternd ließ ich mein Ding los. So heftig war ich noch nie gekommen. Völlig erschöpft fiel ich zurück auf die Matratze. Ich hatte mich zum ersten Mal anal penetriert und mir dabei einen runtergeholt.

Ich stand schon immer auf Analsex.

Die Pornos, die ich schaute, die Fantasien, die ich hatte. So kam der große Moment als ich auch mal mit einer Frau anale Erfahrungen machte. Ich liebte es. Ganz zu schweigen davon, wie es mich auch heute noch anmacht, wenn Frauen auf Analsex stehen.

Es mir aber auf diese Art und Weise selbst zu machen, darauf kam ich erst später. Ich war 22 und sprach mit einem schwulen Freund über meine Vorlieben. Er riet mir, es mal zu probieren und schwärmte von explosiven Orgasmen. Das Ergebnis: Ich wollte mit mir selbst Analsex haben.

Und so fand ich mich mit Klopapier und ein wenig Adrenalin im Bauch auf meinem Bett wieder. Mit Spucke und einem leichten Schmerz ging der Finger rein. Wem Mutti schon mal ein Zäpfchen verabreicht hat, der weiß, wovon ich spreche. Wer verkrampft, verliert und hat keinen Spaß dabei.

Erst mal drin, wusste ich nicht, was ich machen sollte.

Ich war schließlich noch Analjungfrau.

Eigentlich scheiß egal. Mein Penis wurde knallhart und ich kam fast sofort. Ich spritzte mit einer Wucht und Menge ab, das hatte ich noch nicht erlebt. Von diesem Tag an, konnte und wollte ich nicht mehr ohne Analpenetration onanieren. Anfangs war ich so erregt, dass ich es mir bis zu dreimal am Tag besorgte.

Außerdem schaute ich mir verschiedene Videos und Blogs zum Thema Prostatamassage an. Dieses walnussgroße Organ regelmäßig zu massieren ist nicht nur nachweislich gesund, sondern führt auch zu einem verstärkten Orgasmus. Vorausgesetzt, man mag es. Ich jedenfalls wollte mir diesen Orgasmus nicht mehr entgehen lassen.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mich anfangs auch überhaupt nicht unter Kontrolle.

Schnell fand ich meine Vorlieben raus. Ich legte mich aufs Bett, massierte mir den Damm und schob langsam einen Finger rein. Erst dann nahm ich meinen Penis in die Hand.

Anfangs versuchte ich noch, das Ganze hinauszuzögern.

Aber nix da. Lieber komme ich öfter und heftig, als einmal ordentlich. Um ehrlich zu sein, hatte ich mich anfangs auch überhaupt nicht unter Kontrolle.

Annika Eliane Krause
Annika Krause
Annika Eliane Krause
Annika Eliane Krause
Annika Eliane Krause
Annika Eliane Krause
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Auch in Sachen Pornos machte ich neue Schritte. Ich sah mir Filme an, bei denen sich Frauen selbst anal befriedigten und baute meine Vorlieben mit ein. Zuerst mit einem Finger im Po, später mit einem kleinen Analplug in Form einer Kaulquappe.

Ich wurde mutiger und immer professioneller. Ich kaufte mir ein gutes Gleitgel auf Silikonbasis und experimentierte mit verschiedenen Spielsachen wie Analperlen und einem Dildo.

Sex mit Frauen hatte ich währenddessen immer noch.

Mir wurde aber schnell klar, Analpenetration musste mit dabei sein. Es war mein Glück, dass ich eine sehr offene Affäre hatte. Wir hatten regelmäßig Sex und probierten gerne neue Sachen aus.

Eine zog sich sogar wieder an, als ich sie fragte, ob sie mir den Finger in den Po stecken könnte.

Ich wollte gefingert werden, während sie mir einen blies, oder es mir mit der Hand besorgte. Für sie kein Problem, es machte sie sogar an. Wir einigten uns und ich überlies ihr die Führung. Sie schob mir einen Finger in den Po, massierte mir den Damm und nahm ihn in den Mund. Es war im wahrsten Sinne des Wortes geil.

Mir sind allerdings auch Frauen begegnet, die darauf überhaupt keine Lust hatten. Eine zog sich sogar wieder an, als ich sie fragte, ob sie mir den Finger in den Po stecken könnte. Nicht jeder ist für dieses Thema offen und redet gerne darüber.

Meine Erfahrung zeigt aber: Wenn man den Mut beweist und offen darüber spricht, kann man mit einer ehrlichen Antwort und dem meistmöglichen Spaß rechnen.


Irgendwann erzählte ich meine Vorlieben meinen Jungs.

Beschämt wurde gelacht, gefragt ob ich schwul sei und ob ich es mir auch von Männern besorgen ließ. Die meisten heterosexuellen Männer gehen einen Schritt zurück, wenn das Thema zu Sprache kommt. Analsex bei Frauen ist ok. Sich aber selbst zu penetrieren kommt nicht in Frage.

Das ist paradox und ich war enttäuscht.

Da saß ich nun, mit meinen ach so modernen Freunden. Was war denn so schlimm daran, wenn ich es mir anal mit einem Plug machte?

Ich habe dann irgendwann mal auf den Tisch gehauen und meinen Standpunkt erklärt. Fast sofort sahen die Jungs ein, dass sie sich beschissen verhalten hatten. Seitdem besprechen wir das Thema recht problemlos.

Einige sind da zwar offener als andere, aber es selbst mal auszuprobieren – davon sind sie glaube ich weit entfernt.

Ich würde gerne mal von ihr mit einem Dildo befriedigt werden und mir dabei einen runterholen.

Ich selbst bin aber noch nicht am Ende meiner analen Phase. Zum Glück habe ich mittlerweile eine Freundin, die diesem Thema sehr aufgeschlossen ist. Ich würde gerne mal von ihr mit einem Dildo befriedigt werden und mir dabei einen runterholen. Das wäre der next Step.

Es muss nicht unbedingt mit einem Strap-On sein, ausschließen will ich das aber nicht. Denn ich kenne mich. Die Lust auf etwas Neues, auf das Ausprobieren, schlägt irgendwann immer durch.

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29.09.2017, 15:23 · Aktualisiert: 29.09.2017, 15:57

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