Fühlen

Hilfe, ich habe mich in meine Affäre verliebt

03.11.2017, 16:46 · Aktualisiert: 04.11.2017, 09:47

Und sie hat einen Freund.

Es war eines dieser kleinen Indie-Festivals irgendwo im Nirgendwo, auf dem ich Josefine kennenlernte. Da stand sie, blondes Haar, Stupsnase und ein Lachen so frech wie sympathisch. Ich sprach sie an und wir verstanden uns auf Anhieb.

Wir verbrachten alle Festivaltage zusammen, sahen uns Bands an, oder lagen einfach Arm in Arm in der Sonne. Am letzten Abend schlief sie bei mir im Zelt, wir knutschten rum, ich hatte meine Hand in ihrem Schritt und sie ihre an meinem Schwanz. Wir waren beide sehr erregt, aber Josefine wollte keinen Sex, irgendwas schien sie davon abzuhalten.

In den folgenden Wochen schrieben wir jeden Tag, schickten uns Bilder und telefonierten, manchmal stundenlang. Erzählten uns, was wir Schönes erlebt hatten, oder was uns bedrückte. Josefine wohnte in Norddeutschland, ich im Süden, wir sahen uns also wochenlang nicht, verabredeten uns aber direkt für das nächste Festival.

Der erste Festivalabend endete in meinem Zelt. 

Wir küssten uns, zogen uns aus, bis Josefine sagte:

Eigentlich habe ich noch einen Freund und der ist auch hier.

Damit hatte ich nicht gerechnet.

Aber irgendwie war das ok für mich. Meine Rebound-Beziehung, in die ich mich gestürzt hatte, war gescheitert und Eifersucht war seit meiner Tinderphase auch kein Problem mehr. Vielleicht sollte ich es mit einer richtigen Beziehung erst mal langsam angehen lassen.

Josefine meinte, sie wären gerade dabei sich zu trennen, sie könnte noch nicht loslassen. Ich konnte das nachvollziehen, es ging mir schließlich ähnlich. Ich küsste sie, fingerte sie und dann hatten wir Sex. Auf einer Isomatte im Zelt ist das zwar ziemlich unbequem, dafür aber ein kleines, wildes Abenteuer. Eine Weile kuschelten wir noch in meinem Schlafsack, dann ging sie zurück zu ihrem Zelt. Unsere Affäre setzten wir fort.

Was bisher geschah:

Lana Petersen
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Wenn ich mit ihr schrieb, fühlte es sich fast so an, als wären wir zusammen.

Manchmal stellte ich mir vor, wie unsere Beziehung aussehen würde: wie wir nach einer langen Nacht morgens Kaffe trinkend in der Küche sitzen, welche Orte wir zusammen entdecken, oder dass wir einfach zusammenziehen würden, um dem Fernbeziehungswahnsinn zu entkommen.

Trotzdem hatte ich Angst, mich zu sehr auf sie einzulassen – sie konnte sich schließlich jederzeit anders entscheiden. Wir sagten uns zwar oft, wie sehr wir uns mochten, aber über unsere Beziehung zueinander redeten wir nie. Ich fragte nicht, ob und wie oft sie ihren Freund sah. Ich wollte es auch nicht wissen.

Einige Wochen darauf schrieb sie plötzlich: „Ich bin wieder mit meinem Freund zusammen, ist so was Offenes."

Das tat weh, obwohl ich ja gewusst hatte, dass es so kommen würde. Doch schon am Tag darauf hatten wir wieder Kontakt, so als sei nichts gewesen. 

Wir trafen uns wieder. Dieses Mal in Berlin. Betranken uns im Park, redeten über Zukunft, Beziehungen und Kinder. Josefine war so alt wie ich.

Ich konnte mir wirklich etwas Ernsthaftes vorstellen, denn wir hatten einfach denselben Plan vom Leben.

Zum ersten Mal fühlte ich wieder eine tiefe Sympathie und Verbundenheit, die ich so nur von Anna kannte. Abends fielen wir im Hotel übereinander her. Eigentlich war alles ziemlich gut. Ich mochte die Unverbindlichkeit, den Sex, unsere Freundschaft und versuchte, mir nicht allzu viele Gedanken zu machen. Auf noch so eine Kopfkino-Tortur wie mit Anna hatte ich keine Lust. Gleichzeitig merkte ich, dass ich mehr wollte.

Einmal haben wir uns danach noch gesehen – wir verbrachten ein langes Wochenende am Nordseestrand.

Ich spürte, wie ich mich langsam in sie verliebte.

Wieder zu Hause wurde der Kontakt unregelmäßiger. Erst dauerte es immer länger, bis sie antwortete, dann schrieben wir gar nicht mehr. Auf Facebook habe ich gesehen, dass sie wieder mit ihrem Freund zusammen ist.

Ich war traurig, dass es endete, aber ich hatte mich fast schon daran gewöhnt. Doch manchmal liegt das Glück näher als gedacht, denn Hazel kannte ich schon sehr lange…

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