Bild: Imago/Westend61

02.01.2017, 15:43 · Aktualisiert: 02.01.2017, 16:14

Die Zahl ist niedriger, als du denkst!

Mit wie vielen Menschen hattest du eigentlich schon Sex? Irgendwann kommt sie, diese Frage. Meist kennt man sich schon eine Weile, hat schon miteinander geschlafen, sich vielleicht ineinander verliebt – und will es dann doch wissen. Aber was antwortet man am besten? Ist man ehrlich, oder korrigiert man die Anzahl ein bisschen – nach oben oder unten, je nachdem?

Was ist die ideale Zahl, mit wie vielen Menschen man im Bett gewesen sein sollte?

Britische Forscher haben sich genau diese Frage gestellt – und herausgefunden: Die meisten Menschen – egal ob Männer oder Frauen – wünschen sich, dass ihre Partner vorher mit zwei oder drei anderen Menschen Sex hatten.

Worum genau ging es in der Studie?

  • Die Forscher der Unis in Nottingham, Bristol und Swansea wollten untersuchen, inwiefern die sexuelle Vorgeschichte eines Menschen seine Attraktivität beeinflusst. Also: Wie viele Sexpartner muss eine Person gehabt haben, um auf eine andere attraktiv zu wirken?
  • Um das herauszufinden, wurden die Probanden gefragt, ob sie sich auf eine Beziehung mit einer hypothetischen Person einlassen würden; von dieser Person war nur die Anzahl früherer Sexpartner bekannt.
  • Wörtlich lautete die Frage: "How willing would you be to get involved in a relationship with someone who had had x sexual partners in the past?" (Wie bereit wären Sie, sich auf eine Beziehung mit jemandem einzulassen, der x Sexualpartner in der Vergangenheit hatte?) Die möglichen Zahlen waren: 0, 1, 2, 3, 4, 5 or 6, 7 or 8, 9–11, 12–14, 15–18, 19–22, 23–30, 31–40, 41–50, 51–60 und 60+.
  • Die Studie fragte einmal nach langfristigen und einmal nach kurzfristigen Beziehungen.
  • Die anonyme Online-Umfrage wurde über die Swansea University und via Facebook verbreitet. Es beteiligten sich 188 heterosexuelle Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, davon 84 Männer und 104 Frauen.

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Und was kam heraus?

  • Die Forscher fassen ihre Ergebnisse so zusammen: "People want a mate with a bit of a past, but not too much." Die Probanden der Studie wollen also, dass ihre Partner schon mal Sex hatten, aber nicht mit zu vielen verschiedenen Menschen im Bett waren.
  • Tatsächlich antworteten sie genau so, wie die Forscher es erwartet hatten: Die Bereitschaft, sich auf eine Beziehung einzulassen, stieg mit wachsender Sexpartner-Zahl zunächst – und nahm dann wieder ab.
  • Am höchsten war die Bindungswilligkeit, wenn die andere Person vorher zwei Sexpartner hatte. Bei drei Personen war sie nur minimal geringer.
  • Bei mehr als vier früheren Sexpartnern sank die Bereitschaft stetig, sowohl bei Männern als auch bei Frauen: Auf Personen, die mit mehr als 15 Menschen geschlafen haben, wollten sich nur noch wenige einlassen.
  • Von einem möglichen Partner für eine Langzeitbeziehung (long-term relationship, z.B. Ehe) wünschten sich die Probanden weniger Erfahrung als von einem für eine kurzfristige Beziehung: Sowohl Männer als auch Frauen zeigten die größte Bereitschaft, sich langfristig auf eine Person einzulassen, wenn diese zuvor mit zwei Personen im Bett war.
  • Partner für Kurzzeitbeziehungen (short-term relationship, z.B. One-Night-Stand) können der Studie zufolge ruhig mehr Erfahrung mitbringen; dies galt insbesondere für männliche Probanden. Überhaupt waren Männer eher bereit, sich auf kurzfristige Beziehungen einzulassen als Frauen.
  • Die Studie fand außerdem heraus, dass sich Menschen, die Liebe und Sex trennen (high sociosexual orientation, kurz: High SO), mehr Erfahrung von möglichen Partnern wünschen als solche, für die Liebe und Sex eng zusammenhängen (Low SO).

Übrigens: Die Probanden hielten diese idealen Zahlen selbst nicht ein. Die befragten Frauen hatten im Schnitt mit 5.81 Personen Sex, die Männer mit 8.4 Personen.

Kann man dem glauben?

Wie bei fast jeder Studie gibt es auch hier Einschränkungen:

  1. An der Online-Befragung haben insgesamt nur 188 Personen teilgenommen, das ist relativ wenig. Alle Probanden waren heterosexuell.
  2. Außerdem schätzten die Befragten nur auf Basis der Zahl früherer Sexualpartner ein, ob sie mit einer Person eine Beziehung führen wollen oder nicht. Im echten Leben spielen meist noch andere Eigenschaften eine Rolle.
  3. Die Probanden waren im Durchschnitt nur 21 Jahre alt. Das könnte ein Grund sein, warum die ideale Sexpartner-Zahl relativ gering ausfällt – das sagen auch die Forscher selbst. Tatsächlich ergab ein Test, dass ältere Probanden eine höhere Zahl tolerierten als jüngere.

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