Fühlen

Diese Plus-Size Models zeigen, wie stark mit Photoshop getrickst wird

04.11.2017, 15:53 · Aktualisiert: 05.11.2017, 17:07

Auf diesem Bild ist nur das Lächeln echt.

Photoshop kann einiges: Schlechte Lichtverhältnisse auffangen, Kontraste stärken, Farben intensivieren, Bilder technisch optimieren.

Photoshop kann aber auch aus Falten glatte Haut machen, Cellulitis wegradieren, Speckrollen verschwinden lassen und Doppelkinne kaschieren – und damit Menschen als etwas zeigen, was sie nicht sind. Nämlich vermeintlich perfekt und makellos. Letztlich kann man sich bei jedem Werbeplakat, jedem Promifoto, jedem Zeitschriftencover fragen:

Was ist daran noch authentisch?

Die beiden Plus-Size-Models Diana Sirokai und Callie Thorpe haben den Test gemacht. Sie ließen sich von der Fotografin Karizza fotografieren, anschließend bearbeitete Karizza das Bild nach allen Regeln den Photoshop-Kunst.

Das ist das Original:

Das Ergebnis nach dem Fotoshop-Finetuning sah so aus:

Die runden Wangen, die üppigen Brüste, die kräftigen Beine mit der Cellulite: Alles weg.

Wie sie das findet, erklärt Diana Sirokai in einem Instagram-Post. Sie schreibt:

Wir sehen auf beiden Bildern toll aus! Sinn dieser Sache war es zu zeigen, wie Magazine und Medien Bildbearbeitung auf ein ganz neues Level bringen. Models und Promis sehen nicht mehr wie sie selbst aus. Wir leben in einer falschen Welt – es wird Zeit, die Realität zurückzuholen. Entscheide selbst, wer du bist.
Entscheide selbst, wer du bist.
Diana Sirokai

Callie Thorpe sagt dazu:

Kein Wunder, dass Frauen so unsicher sind. Jahrelang waren wir perfekten Retuschierungen und stark veränderten Bildern in den Medien ausgesetzt.

Die beiden Frauen möchten durch die Bildbearbeitung zeigen, dass die Menschen auf Fotos nicht immer so "makellos" sind, wie sie scheinen, oder dem vermeintlichen Idealtyp entsprechen. Und mit ihren Instagram-Accounts zeigen sie, dass das auch gar nicht nötig ist. Dass man für Glück und Wohlgefühl keine Größe 36 tragen muss.

Hier siehst du ein paar Bilder der beiden:

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Wer entscheidet überhaupt, was ein Schönheitsideal ist? Dieses Experiment zeigt: Eigentlich weiß das niemand so genau.


Gerechtigkeit

Linke solidarisieren sich unter "Ich bin Antifa", dann kommen die Rechten dazu

04.11.2017, 15:35 · Aktualisiert: 04.11.2017, 16:01

Der Satz besteht nur aus drei Worten. Für die einen ist er ein Zeichen des Widerstands gegen Rassismus – für die anderen ein Aufruf zu Gewalt. Auf jeden Fall markieren die drei Worte die aktuelle Frontlinie auf Twitter: "Ich bin Antifa".

Unter dem gleichnamigen Hashtag teilen seit Freitagabend linke Twitter-Nutzer mit, warum sie sich bei der Antifa engagieren. Seit Samstag gibt es die Gegenbewegung von rechts – mit Tweets, die sich über den Hashtag lustig machen.

Hinter #IchBinAntifa steckt ein Anti-Nazi-Kongress in Bayern – und ein längerer Streit zwischen Linken, Rechten und der Polizei.