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Fühlen

Mobbing: "Sie haben mir gesagt, ich sei nichts wert"

19.05.2017, 17:12

Benjamins Bekenner-Video

Benjamin wurde in der Schule gemobbt. Von der fünften bis in die neunte Klasse verhöhnten ihn einige seiner Mitschüler. Die Beleidigungen gingen so weit, dass sich Benjamin komplett zurückzog. Irgendwann vermied er es sogar, sein Zuhause alleine zu verlassen. Seinen Eltern wollte er nichts erzählen. Die Lehrer nahmen sein Problem nicht wahr.

In Deutschland sind rund zehn Prozent der Jugendlichen von Mobbing betroffen – laut offizieller Statistik. Die Dunkelziffer ist aber vermutlich viel höher, weil die Opfer aus Angst oft nicht darüber reden.

Dein Input

Hast du selbst schon mal jemanden gemobbt? Und möchtest du erzählen, wie es dazu kam – und was du jetzt darüber denkst?

Wir wollen deine Geschichte gerne hören! Schreib uns, auch anonym, an fuehlen@bento.de

Benjamin hatte das Schweigen irgendwann satt. Er nahm ein Video auf, hielt Zettel mit in die Kamera: "Niemand ist weniger wert." Sein Anti-Mobbing-Video hat rund sechs Millionen Abrufe. Der Zuspruch gab ihm Kraft – so viel, dass er über das Mobbing ein Buch geschrieben (hier auf Amazon bestellen, wir bekommen dann eine Provision).

Im Bekenner-Video erzählt der Berufsschüler von den dunkelsten Momenten und wie die Wut ihn vom Opfer schließlich sogar zum Täter machte.

Du bist auch von Mobbing betroffen? Hier bekommst du Hilfe!

Die Organisation "Schüler gegen Mobbing" wurde 2006 von einem ehemaligen Mobbingopfer gegründet. Auf der Website gibt es Tipps, ein FAQ und ein Forum, in dem du dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst. Außerdem wird erklärt, was Eltern und Lehrer gegen Mobbing tun können. 

Eine gute Anlaufstelle ist auch die "Nummer gegen Kummer": Von montags bis samstags, 14 bis 20 Uhr, kannst du kostenlos unter 116 111 anrufen

Und weil Mobbing nicht nur in der Schule ein Problem ist, sondern auch am Arbeitsplatz, gibt es auch hier Beratungsangebote: Manche Firmen haben einen Mobbing-Beauftragten oder einen Ansprechpartner im Betriebsrat, an den du dich wenden kannst. Mehr Infos und Beratung gibt es auch bei mobbing-net.de.

Diese Bekenner-Videos sind bereits erschienen:

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Gerechtigkeit

Eigentlich wählt Iran den Präsidenten. Tatsächlich geht es um viel mehr

19.05.2017, 16:52 · Aktualisiert: 19.05.2017, 16:58

Junge Iranerinnen erzählen, wie sie auf die Entscheidung blicken.

Der Iran wählt am Freitag seinen Präsidenten. Und mit ihm auch die Richtung, in die es gehen soll: Will sich das Land weiter öffnen – oder zu einer konservativen, religiösen Regierung zurückkehren? Die Frage spaltet das Land (Al-Sharq).

Viele junge Iraner wollen die Wahl trotzdem boykottieren. Sie fühlen sich vom Regime nicht ernst genommen. Ihre Stimme würde nichts ändern, sagen sie. Wir haben mit jungen Iranerinnen über die Zukunft ihre Landes gesprochen.