Bild: Annika Eliane Krause

Fühlen

Gut so: Schottland verteilt jetzt kostenlos Tampons

17.07.2017, 13:10

In der schottischen Stadt Aberdeen werden jetzt Tampons und Binden an Frauen verteilt, die sich diese Produkte nicht leisten können. Schottland ist damit eines der ersten Länder, das diese Hygieneprodukte kostenlos für Frauen zur Verfügung stellt (BBC).

Tampons und Binden sind teuer.

  • Für 32 o.b.-Tampons zahlt man bei dm 3,25 Euro.
  • Eine Packung always-Binden (14 Stück) kriegt man für 1,75 Euro.

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Tampons nicht in einen niedrigeren Steuersatz fallen sollten: In Deutschland werden Tampons und Binden mit 19 Prozent, also der ganz normalen Mehrwertsteuer, besteuert und nicht mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent, der beispielsweise für Lebensmittel oder Zeitungen gilt (taz).

Auch in den USA ist die Steuer auf Hygieneprodukte für die Periode immer wieder ein Thema (BBC).

Apropos Tampons: Weißt du, wie Menstruation genau funktioniert?

Fakt ist jedenfalls: Viele Frauen – auch in Schottland und Deutschland – können sich Tampons und Binden nicht leisten.

Die schottische Regierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese sogenannte "period poverty" – die Perioden-Armut – zu bekämpfen und sponsert das Projekt mit 10.000 Pfund.

Ausgeführt wird es von "Community Food Initiative North East" (CFINE), einem soziales Unternehmen, das sich der Bekämpfung vor Armut und mangelnder Gesundheitsvorsorge verschrieben hat.

Menstruation als Tabu-Thema? Diese Kunst-Aktionen wollen das ändern:

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Sechs Monate lang werden im Rahmen des Projekts an Schulen, Universitäten und in lokalen Organisationen Hygieneprodukte an Frauen verteilt. Die Resultate aus der Aktion sollen genutzt werden, um das Problem der "period poverty" schottlandweit anzugehen.

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Today

Vermummte können auch aufräumen – wie jetzt nach einem Schlager-Festival in Hamburg

17.07.2017, 12:05

Eine nicht ganz ernst gemeinte Aktion: Eine Gruppe schwarz gekleideter und teils vermummter Menschen hat sich am Sonntagvormittag auf der Reeperbahn versammelt, um dort nach dem Schlagermove sauber zu machen. Bei dem jährlichen Event feiern Tausende in Hamburg, es ist quasi die Loveparade für Schlagermusik.

Das Event kam nur kurz ein Wochenende nach dem G20-Gipfel, bei dem Autonome in Hamburg randaliert hatten.

Danach hatten sich Hamburger im Schanzenviertel getroffen, um dort nach den Krawallen aufzuräumen. Autonome und kriminelle Randalierer hatten Geschäfte verwüstete und geplündert, Barrikaden in Brand gesetzt, Steine aus den Straßen und Gehwegen gerissen (bento).