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Lisas Bekenner-Video: "Vor 18 Jahren verlor ich alle meine Haare"

21.06.2017, 17:48 · Aktualisiert: 21.06.2017, 17:55

Als Lisa elf Jahre alt war, entdeckte sie eine runde kahle Stelle auf ihrem Kopf. Innerhalb weniger Monate fielen ihr alle Haare aus - auch Wimpern und Augenbrauen. Die Ursache: Alopecia areata, also kreisrunder Haarausfall. Die Ursache dieser Erkrankung ist bis heute nicht abschließend geklärt. Behandeln kann man sie nicht. Lisa musste akzeptieren lernen, dass sie ihre Haare möglicherweise nie wieder sieht. 

Die ersten Jahre versteckte sie sich unter einer Perücke. Weshalb sie diese 2015 abgelegt und seither nie wieder getragen hat, erzählt sie in ihrem Bekenner-Video.

Lisa will Frauen mit dem gleichen Problem helfen. Dazu hat sie das Foto-Projekt "Schönlinge" ins Leben gerufen. 27 Frauen mit kreisrundem Haarausfall zeigen, dass sie auch ohne Haare weiblich und schön sind.

In Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Menschen an kreisrundem Haarausfall. Es gibt auch Fälle von komplettem Verlust der Körperbehaarung (Alopecia areata totalis). Die machen rund 10 Prozent der Betroffenen aus. 

Die Erfahrung zeigt, dass Alopecia areata meistens in Schüben kommt. Das Haar wächst nach und fällt zu einem späteren Zeitpunkt wieder aus. Für Betroffene kann das eine große psychische Belastung sein. Es gibt Symptomtherapien, die zu einer teilweisen oder vollständigen Wiederbehaarung führen. Kortison ist beispielsweise ein beliebtes Mittel. 

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Die Medizin geht von einer Autoimmunerkrankung aus. Das Abwehrsystem des Körpers zerstört das eigene Gewebe. Auch bakterielle Infektionen können mitwirken. Es wurde zudem eine Häufung bei Verwandten festgestellt. 

Diese Bekenner-Videos sind bereits erschienen:

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Art

Shamsia Hassani ist Afghanistans bekannteste Graffiti-Sprayerin

21.06.2017, 15:09 · Aktualisiert: 21.06.2017, 19:42

So werden aus Kabuls zerstörten Mauern Kunstwerke

Für Shamsia Hassani muss es oft schnell gehen. Einige Passanten gehen langsamer oder drehen sich interessiert um, während sie tanzende Frauen auf die Mauern von Kabuls staubigen Straßen zeichnet. Die Umrisse hat Shamsia meistens zuhause schon vorgezeichnet. Und auch ihre Spraydosen, Pinsel und Farben sind bereits sortiert. 

Als Frau, die in Afghanistan öffentlich Graffitis sprüht, fühlt sich Shamsia nicht immer sicher. Die 29-Jährige ist nicht nur Dozentin für bildende Künste an der Universität in Kabul, sondern soweit sie weiß, auch Afghanistans erste Graffiti-Künstlerin. 

Wir haben mit ihr über ihre Kunst gesprochen.