Fühlen

Was passiert, als eine Frisörin die Haare dieser Teenagerin entknotet

12.08.2017, 11:21 · Aktualisiert: 12.08.2017, 11:28

Viele würden es vielleicht nicht zugeben – aber wie die eigenen Haare aussehen, das ist den meisten vermutlich wichtig. Wer würde das Haus schon mit fettigem und wochenlang nicht gebürstetem Haar verlassen?

Kayley Olsson zeigt nun, was passiert, wenn man sich lange nicht um die Haare kümmert. Die Frisörin aus Iowa in den USA hat in stundenlanger Arbeit die Frisur einer Kundin gerettet:

Auf Facebook schreibt Kayley über die 16-Jährige, die ihren Salon besuchte: "Ich hatte heute eine der größten Herausforderungen. Meine Kundin, die anonym bleiben soll, leidet seit Jahren unter Depressionen. Mittlerweile ist sie so am Boden, dass sie es nicht mehr fertig bringt, sich die Haare zu kämmen."

"Sie sagte mir, sie würde nur noch aufstehen, um zur Toilette zu gehen. Sie wollte, dass ich einfach alles abschneide", schreibt Kayley.

Doch in wenigen Wochen seien die Ferien zu Ende und die Schule beginne wieder – und bald müssten die Fotos für die neuen Schülerausweise gemacht werden.

"Es brach mir das Herz. Sie sagte, das Kämmen bereite ihr solche Schmerzen", schreibt Kayley.

Doch anstatt ihr eine Glatze zu schneiden, fasste die Frisörin einen Plan: Sie setzte sich zu der Schülerin und begann vorsichtig, die Knoten in ihren Haaren zu lösen.

Acht Stunden dauerte das – dann legten sie eine Pause ein.

Am nächsten Tag ging es weiter, fünf Stunden schnitt, pflegte und färbte Kayley die Haare ihrer Kundin. Das Ergebnis ist erstaunlich:

Today I had one of the hardest experiences with my client who I am keeping anonymous, I had a 16 year girl come in with...

Posted by Kayley Olsson on Dienstag, 8. August 2017

"Ich will, dass die Leute lernen: Nehmt psychische Krankheiten ernst. Liebe Eltern, sagt euren Kids nicht einfach, dass Probleme schon von allein weggehen. Ein Kind sollte sich niemals so wertlos fühlen, dass es keine Kraft mehr hat, sich zu kämmen."

Nehmt psychische Krankheiten ernst.
Kayley Olsson

Mehr als 66.000 Menschen teilten den Beitrag von Kayley. Viele schrieben ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen, andere wünschten der Schülerin Glück.

"Ich habe alles gegeben für diese Kundin", schreibt Kayley. "Ihre letzten Worte, bevor sie ging: 'Für die Fotos werde ich heute lächeln, denn du hast erreicht, dass ich mich wieder wie ich fühle.'"


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