Fühlen

Endlich: Festivals für Menschen, die nur das Beste gewohnt sind

01.08.2017, 10:00 · Aktualisiert: 02.08.2017, 11:42

Von Luxuszelt und Sterne-Essen bis Yoga und Reitkurs

Das Wort "Musikfestival" ist gleichbedeutend mit lauter Musik, Partylaune, einem Wochenende voller Spaß und Feierei. Aber Festival heißt auch: Schlamm in den Schuhen, Schlamm im Schlafsack, Schlamm aus irgend einem Grund sogar auf der Zahnbürste; tagelang nichts anderes essen als Dosenravioli und nichts anderes tun als tanzen und schlafen; am Ende heimkommen und aussehen wie ein Urmensch – die Haare verfilzt, die Poren verstaubt, die Kleidung zerfetzt.

Das kann man geil finden. Das kann man sogar sehr, sehr geil finden. Wie dieser junge Herr vom letztjährigen Hurricane Festival:

Muss man aber nicht. Die gute Nachricht für alle, die nicht alle Errungenschaften der Zivilisation hinter sich lassen wollen, nur um ihre Lieblingsbands zu sehen: Festival geht auch anders. Festival geht ordentlich, ja, geradezu luxuriös! Und so manches Festival hat neben Konzerten und Zeltplatz auch noch so einiges mehr zu bieten: Wellness, Kultur, Aktivitäten und alles, was auch den anspruchsvollsten Festivalgast zufrieden stellt!

Glaubst du nicht? Dann beweisen wir es dir!

Und wir fangen mit den Übernachtungsmöglichkeiten an. Dass es bei vielen Festivals inzwischen auch andere Arten gibt, die Nacht zu verbringen, als in deinem ranzigen Einmann-Zelt, ist kein Geheimnis. Glamping ist in aller Munde – und zurecht! Denn was für ein Luxus ist das, dein Zelt nicht mehr selber aufbauen zu müssen und statt auf dem Boden auf einem richtigen Bett schlafen zu können!

Hinzu kommt, dass Glamping-Angebote meist auf separaten, ruhigeren Zeltplätzen stattfinden, mit befestigten Wegen, die nicht beim ersten Regen zum Schlammbad werden, und Sanitäranlagen die liebevoller geputzt werden als diese hier beim Glastonbury:

Aber damit ist es noch längst nicht getan. Glamping kann noch viel glamouröser und luxuriöser sein, als du denkst. Beim Wilderness Festival in England kann man zum Beispiel in elektrisch beleuchteten Jurten nächtigen, deren Betten gemütlicher aussehen als, was die meisten von uns so zuhause haben.

Und der politisch unkorrekt benannte Gypsy Wagon besticht sogar mit einem Interieur aus "Pinien-Holz und indischer Öko-Baumwolle", sowie einem reich ausgestatteten Küchenbereich.

Schön wohnen kann man aber auch beim Deichbrand Festival, dessen Comfort Village 24 Quadratmeter große Iglu-Zelte bietet, und beim Summer’s Tale – ein recht neues Festival in der Nähe von Lüneburg (von dem wir bald noch ausführlicher berichten werden)!

Bei letzterem gibt es – für die so richtig erwachsenen unter euch – auch extra Angebote für Kinder: ein spezielles Kinderzelt, ein Spielmobil, Yoga für Familien. So schön macht das fast nur noch das Lollapalooza, dessen eigener Kinderbereich – "Kidzapalooza" – mit einem beeindruckend vielseitigen Programm aufwartet: von Beatboxmusical bis Klopapierschlacht.

(Bild: Summer's Tale)

Wer es noch luxuriöser will, muss entweder in Hotels absteigen – was nicht sonderlich Rock'n'Roll ist – oder er wartet bis nächsten April und geht zum berühmten Coachella Festival in Kalifornien. Denn im Coachella "Resort" bekommt man sein Frühstück wahlweise ans Bett serviert, oder man frühstückt direkt mit den Musikern, die man am Vorabend auf der Bühne bewundert hat. Außerdem enthalten:

"Personal golf cart driver and concierge to assist you with tee times, spa and massage reservations, restaurant reservations, store runs, etc."

Will man gar nicht wissen, was das kostet...

... und erfährt man auch nur auf Anfrage. Aber natürlich ist die Unterkunft auf dem Festival nicht das Wichtigste. Hauptsächlich kommt es darauf an, welche Bands und DJs die Bühnen unter sich aufteilen. Und auf was für Partys du nach dem letzten Konzert die Nacht durchfeiern kannst.

An nächster Stelle kommt aber auch schon das Essen. Gute und vielseitige Foodtrucks gibt es inzwischen beinahe überall. Wer es sich aber richtig gut gehen lassen will, der muss nach England. Das Wilderness Festival bietet das "Chef's Table" Restaurant, an dem an jedem Abend ein anderer hochkarätiger Koch seine Gäste verwöhnt. Und beim Geheimtipp-Festival The Secret Garden Party wird es "The SpRitz" geben: "The a la carte restaurant to the stars" – da kostet schon die Platz-Reservierung zehn Pfund.

(Bild: Giphy)

Satt bist du. Und was jetzt?

Was auf den meisten Festivals vernachlässigt wird, ist das Tagesprogramm. Denn der Mittag – das weiß jeder Festivalbesucher – ist die Zeit der Langeweile. Wer vor allem wegen der unbekannteren Bands da ist, wird zwar auch Nachmittags etwas zu tun finden. Dem Rest bleibt jedoch kaum etwas anderes übrig, als trotz Lärm und Hitze möglichst lange im Bett zu bleiben und dann nutzlos vor dem Zelt zu sitzen, bis der Abend kommt.

Es sei denn, er ist auf einem Festival wie dem englischen Bestival, bei dem Anfang September zum Beispiel The XX und Justice auflaufen. Dort gibt es auch tagsüber allerlei Dinge zu tun und entdecken. Erst locken Yoga und Spinnig-Kurse, dann kannst du dich – ob du es glaubst oder nicht – in Open Air Hot Tubs entspannen. Gegen Abend kannst du dich dann in der weltgrößten Hüpfburg darauf vorbereiten, zu A Tribe Called Quest auf und ab zu springen.

Falls du dich statt an der englischen Südküste in der Nähe von Lüneburg finden solltest, kannst du beim Summer’s Tale Lesungen von Heinz Strunk oder Rocko Schamoni hören, Fährtenlese-Kurse absolvieren, Plattdeutsch lernen oder Kanu fahren.

(Bild: Summer's Tale)

Und wenn du es wirklich exzentrisch magst, musst du unbedingt beim Wilderness Festival vorbei schauen. Da kannst nicht nur Ananasse anmalen und Rehe schlachten – es gibt auch einen Kurs im Mäuse-ausstopfen-und-so-positionieren-dass-sie-wie-Menschen-aussehen. Also, falls du das noch nie gemacht haben solltest.

Ach so, ja: Oder du gehst zum Nackttanzen. Das gibt es zwar irgendwie auf jedem Festival, hier kannst du dich aber ganz offiziell gehenlassen, ohne nach ein paar Minuten von Sicherheitsleuten vom Gelände getragen zu werden.

Denn wenn du – nach einem Wochenende mit so viel Luxus, Genuss und Kultur – eines ganz sicher nicht willst, dann nachhause gehen.

Kundeninformation

 

Die eigene Freiheit feiern, ohne dabei auf einen gewissen Komfort verzichten zu müssen – dafür steht auch Mercedes-Benz. 

 

Die Kampagne "Grow up" erzählt die Geschichten einer neuen Generation. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die im Spannungsfeld zwischen coolem Erwachsenwerden und Spießertum das Lebensgefühl der neuen Kompaktwagen verkörpern. Einer der Protagonisten ist der US-Rapper A$AP Rocky.

www.mercedes-benz.com/growup


Today

Nach nur 10 Tagen: Trump entlässt seinen neuen Sprecher Scaramucci

01.08.2017, 08:59 · Aktualisiert: 01.08.2017, 10:41

Was ist passiert?

Nach nur gut einer Woche entlässt US-Präsident Donald Trump seinen Kommunikationschef Anthony Scaramucci. Das teilte das Weiße Haus am Montagabend mit. (SPIEGEL ONLINE)

Doch die zehn Tage reichten Scaramucci, um für Aufsehen zu sorgen: 

  • Gegenüber einem Journalisten beleidigte er Trumps enge Vertraute aufs Übelste. Über den Chefstrategen des Präsidenten sagte er etwa: "Ich bin nicht Steve Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen." (bento)
  • Auch den gerade erst gefeuerten Stabschef Reince Priebus hatte er beleidigt. Die beiden haben sich zuvor gegen seine Nominierung als neuen Kommunikationschef ausgesprochen. (bento)