Bild: Katie Lacer

Fühlen

Dieses Bild zeigt, wie rührend sich Hebammen um Mütter kümmern

06.10.2017, 18:07

Hebammen sind für junge Mütter die wohl größte Hilfe: Vor der Geburt beantworten sie jede noch so naive Frage. Währenddessen helfen sie, die Wehen erträglicher zu machen. Und danach helfen sie beim ersten Bad mit dem Nachwuchs.  

Die amerikanische Fotografin Katie Lacer hat einen besonders sensiblen Moment eingefangen, den Mütter nach der Geburt erleben. 

(Bild: Katie Lacer)

Eine Hebamme hilft einer Mutter auf der Toilette – sie zieht die medizinische Unterwäsche herunter, kniet auf dem Badezimmerboden. Der Frau, der sie dort hilft, hat gerade ihr drittes Kind zur Welt gebracht. Nur ihre Beine sind auf dem Bild zu sehen. 

Es ist ein Moment der völligen Erschöpfung, nach einem Moment des puren Glücks. Ein Moment, in dem man vielleicht gerne alleine sein möchte, und doch Hilfe braucht. Hebammen sind dann die beruhigenden Begleiter, vor denen man keine Scham haben muss. Sie sind einfach da und schenken Stärke.

Lacer hat dieser Moment besonders berührt: Sie habe instinktiv auf den Auslöser ihrer Kamera gedrückt, sagt sie zu bento. 

Es hätte jede frische Mutter in jedem Krankenhaus mit jeder Hebamme sein können – jede Mama, die dieses Bild sieht, werde die Situation genauso nachempfinden können. Wohl auch deshalb wurde es bereits tausendfach im Netz geteilt. 

Jede Frau, die ein Kind zur Welt gebracht hat, erinnert sich an den Moment, wenn ihr Bauch leer ist, sie zittert und voller Schmerzen ist und dann die Hilfe ihrer Hebamme dankend annimmt.
Fotografin Katie Lacer zur Entstehung des Fotos

"Es ist ein Privileg für mich, bei Geburten dabei zu sein", sagt Lacer. Sie wünsche sich jedoch, dass Hebammen mehr Respekt und Dankbarkeit entgegen gebracht werde.

In den USA sei es üblich, Geburten von Gynäkologen begleiten zu lassen, das Ansehen von Hebammen sei deshalb geringer. 2014 wurden nur 8,3 Prozent der Geburten in den USA von zertifizierten Hebammen unterstützt. (American College of Nurse-Midwives)

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat Katie die Bilder veröffentlicht. 

Lacer hat selbst drei Kinder und fotografierte auch ihre eigene Hebamme nach der letzten Geburt. Die Fotografin schwärmt:

Sie ist mein Vorbild – ich sage immer, ich würde gerne so werden wie sie, nur ohne die Geburtshilfe. Sie ist der geduldigste und freundlichste Mensch, den ich kenne.
Katie Lacer über die Hebamme, die ihr bei ihrer eigenen Geburt half

Auch in Deutschland werden die Arbeitsbedingungen für Hebammen immer schwieriger. Insgesamt gibt es nur noch rund 20.000. Im Sommer wurde deshalb vom Verein "Motherhood" eine Warnung für Schwangere von herausgegeben. Denn in Regionen wie Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern konnte keine ausreichende Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung gewährleistet werden. (bento)

Dass die Zahl der Hebammen in Deutschland sinkt, liegt unter anderem an der schlechten Bezahlung bei Festanstellung, viele arbeiten deshalb selbstständig.

Mittlerweile bieten des Weiteren weniger Hebammen Geburtshilfe an, weil die Versicherungsprämien für ihren Beruf in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind. (Deutschlandfunk)

Carola will Hebamme in Deutschland werden – trotz der schwierigen Bedingungen: 


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