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Fühlen

Karolines Bekenner-Video: "Die Menschen denken, ich sei betrunken"

27.04.2017, 18:16 · Aktualisiert: 28.04.2017, 14:07

Karoline ist 20 und hat eine Friedreich-Ataxie. Diese genetische Krankheit ist vererbbar und führt dazu, dass die motorischen Fähigkeiten Stück für Stück abbauen. Nur 1500 Menschen sind in Deutschland davon betroffen. Die Friedreich-Ataxie zeigt sich üblicherweise sehr früh im Leben. Die Krankheit beginnt harmlos und wird oft jahrelang nicht erkannt. Fortlaufend entwickeln sich Störungen der Sensibilität, die anfangs unbewusst wahrgenommen werden. Die Erkrankung verschlimmert sich über die Jahre hinweg und führt in der Regel in den Rollstuhl und zum vorzeitigen Tod. Bis Karoline diagnostiziert wurde, musste sie erst sehr viele Ärzte aufsuchen.

Was bei der Friedreich-Ataxie passiert

An der Friedreich-Ataxie erkranken in Mitteleuropa etwa zwei von 100.000 Menschen, damit ist sie sehr selten. Bei Betroffenen gehen Nerven im Rückenmark und Kleinhirn mit der Zeit zugrunde. Auslöser ist ein defektes Gen. 

Die Krankheit kann ganz unterschiedlich verlaufen. Die meisten merken in der Pubertät, dass sie Probleme beim Gehen entwickeln. Innerhalb weniger Jahre können Schwierigkeiten beim Sprechen und Hören, später auch lebensgefährliche Herzprobleme und Diabetes hinzukommen. 

Im Durchschnitt benötigen die Betroffenen nach etwa 10 bis 15 Jahren einen Rollstuhl.

Die Wahl-Berlinerin wird oft auf ihre Krankheit angesprochen. Vor allem das Gehen fällt ihr zunehmend schwer. Die Öffentlichkeit führt diese Gangunsicherheit schnell auf Trunkenheit zurück und verurteilt sie. Trotz Krankheit bewältigt sie ihr Leben selbstständig und reist auch mal ein paar Monate alleine durch die Welt.

In ihrem Bekenner-Video erzählt uns Karoline, wie sie diese Diagnose verarbeitet hat, was ihr im Leben wichtig ist und wovor sie Angst hat. Denn eines will sie nicht - ihre Freiheit verlieren.

Diese Bekenner-Videos sind bereits erschienen:

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