Bild: Unsplash/ Gonzalo Arnaiz

Fühlen

Warum es gut für dich ist, wenn deine Freunde manchmal gemein zu dir sind

26.08.2017, 16:33 · Aktualisiert: 27.08.2017, 10:40

Echt jetzt?!

Wahrheiten können wehtun. Besonders wenn sie von Freunden kommen. Sätze wie: "Jetzt hör' auf zu faulenzen, sondern setz dich an deine Hausarbeit" können aber auch hilfreich sein und einem den nötigen Tritt in den Hintern geben.

Nun hat das eine Studie bestätigt.

Wissenschaftler der Universität Plymouth haben herausgefunden, dass manche Menschen anderen mit Absicht ein schlechtes Gefühl geben – weil es der Person auf lange Sicht helfen könnte.

Insofern ist die Motivation dahinter selbstlos, so die Forscher.

Wir haben gezeigt, dass Menschen gemein sind, um nett zu sein.

So erklärt es die Psychologin Belén López-Pérez, die die Studie durchführte (Sciencedaily). Die Studie wurde im Fachheft "Psychological Science" veröffentlicht.

Wie sind die Wissenschaftler vorgegangen?

Wir haben einige alltägliche Beispiele identifiziert - zum Beispiel die Angst, dass ein lieber Mensch versagt weil er prokrastiniert, anstatt zu lernen.
Belén López-Pérez

(Bild: Unsplash/ Bonnie Kittle )

Die Hypothese lautete, dass die Teilnehmer ihrem Gegenüber immer dann etwas Negatives sagen würden, wenn sie denken, dass derjenige so ein gewisses Ziel erreicht.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

  • An der Studie nahmen insgesamt 140 Erwachsene teil.
  • Die Teilnehmer spielten ein Computerspiel gegen einen anonymen Partner (Spieler A) – den es in Wirklichkeit gar nicht gab. Sie bekamen einen Zettel, der von den Gefühlen des Spielers berichtete. Zum Beispiel, dass er traurig sei, weil er gerade eine Trennung hinter sich habe. Eine Gruppe sollte sich in Spieler A hineinversetzen, die andere nicht.
  • Außerdem sollten die Teilnehmer noch verschiedene Musik-Clips hören und für Spieler A auswählen. Dazu sollten sie angeben, welche Gefühle die Musik beim Gegenüber auslösen sollte – und inwiefern ihm das helfen würde.

(Bild: Giphy)

Das Ergebnis:

Die Spieler, die sich in ihren Gegner hineinversetzten, wollten viel stärker als die Vergleichsgruppe, dass er das Spiel gewinnt. Sie wählten zudem besonders aggressive Musik aus, um ihr Gegenüber sauer zu machen. Diese Emotion sollte ihrer Ansicht nach dabei helfen, das Spiel zu gewinnen.

Die Musikstücke wurden also nicht zufällig ausgewählt, sondern emotionsspezifisch. Die Wissenschaftlerin López-Pérez deutet das so: Bestimmte Emotionen können uns helfen, ein Ziel zu erreichen, auch wenn diese als negativ angesehen werden:

Das hilft uns, zu verstehen, warum wir manchmal jemandem, den wir lieben ein schlechtes Gefühl geben. Nämlich wenn wir glauben, dass dieses Gefühl demjenigen helfen könnte, ein Ziel zu erreichen.


Wenn also das nächste Mal einer deiner Freunde fies zu dir ist, überleg mal: Vielleicht meint er es nur gut.

Und darum sind kleine Cliquen besser für deine Psyche:


Musik

So dreist will Taylor Swift ihre Fans beim Ticketkauf abzocken

26.08.2017, 14:55 · Aktualisiert: 26.08.2017, 16:34

Nicht cool, Taylor!

Endlich! Drei Jahre haben Fans auf ein neues Album gewartet – jetzt hat Taylor Swift ein neues Album angekündigt (bento) – und der Hype um "Reputation" ist schon jetzt riesig. 

Kein Wunder also, dass schon alle total heiß auf die Tour-Tickets sind. Damit der Konzertbesuch auch wirklich klappt, sollen Fans einen Schlangenring kaufen. 

Bitte was?