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Mit diesen Tipps überstehst du die Fastenzeit

09.02.2016, 19:01 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:27

Sei dir über deine Motivation im Klaren: Warum willst du überhaupt auf etwas verzichten, was du doch eigentlich gerne magst?

Tschüs Facebook, Alkohol, Gummibärchen, Bier: Heute beginnt die Fastenzeit. Ursprünglich eine christliche Tradition, versuchen auch viele nichtreligiöse Menschen in den 40 Tagen bis Ostern auf etwas zu verzichten. (Genauso lang soll Jesus in der Wüste gefastet haben.) Falls du das auch vorhaben solltest: Diese neun Tipps helfen dir dabei.


1. Keine Angst vorm Anfangen

Fastenanfänger sollten keine Angst vorm ersten Schritt haben, sagt Eva Lischka, Vorsitzende der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung. Sie betreut Menschen, die rund zehn Tage lang keine feste Nahrung zu sich nehmen.
Heilfasten empfiehlt die Ärztin nur mit medizinischer Begleitung, der bewusste Verzicht auf Liebgewonnenes in der Fastenzeit sei dagegen auch ohne Arzt machbar. Das könne auch langfristig helfen, gesünder zu leben. Lischka rät allen: Einfach anfangen.

2. Räum die Verführungen weg

Bevor du mit dem Fasten anfängst, solltest du alle Schoko-Fallen aus deiner Wohnung verbannen. Die erschweren das Fasten nur unnötig. Statt Chips-Tüten kannst du Obst kaufen, Nüsse oder Karotten.

(Bild: Giphy)

3. Sei dir über deine Motivation im Klaren

Warum willst du überhaupt auf etwas verzichten, was du doch eigentlich gerne magst? Bist du religiös? Oder willst du dir beweisen, dass du das packst? Wenn du weißt, warum du fastest, fällt der Verzicht leichter.

4. Hol dir Verbündete

Alleine Fasten ist doof. Am besten seien ein bis zwei Mitfaster, sagt Anke Clausen, Geschäftsführerin des Gesundheitszentrums Kloster Gerode in Thüringen. Wenn du mit Freunden gemeinsam fastest, könnt ihr euch gegenseitig unterstützen. Manche schwören auch auf ein Fastentagebuch.

(Bild: Julia Caesar)

5. Bloß kein Stress

Gummibärchen und Schokolade müssen oft Stress kompensieren. Fastende sollten nicht aus Frust essen, warnt Lischka. Während der Fastenzeit ist der lästige Reflex, bei Stress zur Schokolade zu greifen, besonders tückisch. Wenn möglich: Vermeide hektische Situationen, um sicher durch die Fastenwochen zu kommen.

6. Sprich über dein Fasten

Alle stoßen mit Bier an, nur du bestellst eine Apfelschorle? Um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen, solltest du deinen Freunden vom Fasten erzählen. Der ein oder andere wird dich vielleicht aufziehen. Viele aber werden dich bewundern.

7. Beweg dich

Nutze die Zeit und lenk dich von den Gedanken rund um Süßigkeiten ab. Geh raus in die Natur, fahr Fahrrad oder jogge durch den Park. Sauerstoff an der frischen Luft ist gut fürs Gehirn. Oder entscheide dich einfach für eine Fastenoption, durch die du dich automatisch mehr bewegen wirst: Warum nicht mal 40 Tage auf Fahrstühle und Rolltreppen verzichten und die Treppe nehmen?

(Bild: Giphy)

8. Mach auch nach einem Ausrutscher weiter

Wenn du doch mal zugegriffen hast. Nicht aufgeben! Einfach weitermachen! "Der Mensch ist verführbar", sagt die Ärztin Lischka. (Übrigens: Die Christen zählen in den 40 Tagen die Sonntage nicht mit.)

9. Verabrede dich fest

Statt auf Alkohol oder Schokolade verzichten manche auch auf Facebook oder ihr Handy. Zugegeben: Es ist dann nicht ganz so leicht, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, vor allem müssen sie mitspielen. Ihr müsst euch also zu festen Terminen vereinbaren. Wie wäre es mit einem Mädelsabend jeden Donnerstag? Oder ein fester Festnetztelefontermin einmal die Woche? Wenn ihr euch trefft, verabredet gleich einen neuen Termin, das spart Nerven und ewiges Whats-App-Hin-Und-Her-Geschreibe.

(Bild: Daryn Bartlett)


10. Genieße das Fastenende

Muslime feiern ihr Fastenbrechen nach dem Ramadan mit einem dreitägigen Fest (bento). Das verstärkt dieses gute "Ich habe es geschafft!"-Gefühl. Also: Zelebriere das Ende, auch wenn du nicht jeden Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet hast.

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