Video-Player wird geladen...

Fühlen

Eine Fotografin macht auf die Probleme der Welt aufmerksam – mit Disney-Prinzessinnen

18.05.2017, 15:28 · Aktualisiert: 18.05.2017, 15:56

Einmal sah Shannon Dermody eine Zeichnung von einer Prinzessin, die jemand geschlagen hatte – dazu die Frage: Wann hat er aufgehört, dich wie eine Prinzessin zu behandeln? "Das hat mich zum Nachdenken gebracht", sagt Shannon.

Ich wollte mit meinen Fotos auch so eine Wirkung erzielen, so einen Eindruck hinterlassen.

Die 20-jährige Amerikanerin studiert gerade noch Fotografie am Antonelli Institute in Philadephia, am 20. Mai macht sie ihren Abschluss. Für einen Kurs sollte sie eine neunteilige Serie fotografieren – egal, worüber. Wichtig war nur, dass alle Fotos zusammenpassen und trotzdem unterschiedlich sind.

Zuvor hatte Shannon vor allem Porträts und Hochzeitsfotos gemacht. Doch sie hatte schon lange den Wunsch, mal etwas Beeindruckendes, Kraftvolles zu fotografieren. "Ich hatte das Gefühl, das war die beste Zeit, um es zu tun."

Shannon Dermody
Shannon Dermody
Shannon Dermody
Shannon Dermody
Shannon Dermody
Shannon Dermody
1/12

Also setzte sie sich hin, schrieb auf, was sie brauchte und wie die Fotos aussehen sollten: Anordnung, Make-up, Haare, Schauplatz, Beleuchtung. Sie führte die Idee von der verprügelten Prinzessin weiter, dehnte sie aus auf andere Charaktere und Probleme:

Vergewaltigung und Sexhandel, Alkohol-, Drogen- und Nikotinsucht, Polizeigewalt und häusliche Gewalt, Selbstmord und Umweltverschmutzung.

Dargestellt von den Disney-Prinzessinnen Aschenputtel, Dornröschen, Schneeweißchen und Rapunzel.

Shannon Dermody
Shannon Dermody
1/12

"Ich will auf diese Probleme aufmerksam machen", sagt Shannon. "Oft fühlen sich die Betroffenen alleine, sie haben den Eindruck, dass wir alle wegschauen. Ich will ihnen zeigen, dass ich das nicht tue." Sie wolle, dass sich die Menschen ansehen, was passiert, dass sie Gefühle dazu entwickeln – und wenn es nur Wut ist.

Und das funktioniert: Bei Facebook haben Shannons Fotos Tausende Likes bekommen, Hunderte Nutzer haben kommentiert – darunter Disney-Fans, Kunstinteressierte und sogar Betroffene. Eine Nutzerin zum Beispiel schreibt unter dem Foto von Merida: "Ich bin heroinabhängig. Seit vier Monaten bin ich clean und mein Leben hat sich zum Besseren verändert. Dieses Bild ist so stark. Es erinnert mich daran, wo ich jetzt sein könnte, wenn ich nicht clean wäre."

Menschen sollen Gefühle zu den Bildern entwickeln – und wenn es Wut ist.

Dass die Fotos so eindrucksvoll sind, liegt vor allem an dem Kontrast zwischen der glitzernden und zugleich sterilen Disneywelt, die wir alle kennen, und den Themen, die wir oft verdrängen. Und da könnte es ruhig noch mehr Fotos geben: über Magersucht zum Beispiel, über Klimawandel oder Depression.


Today

Diebe klauen zwei LKW-Ladungen Überraschungseier

18.05.2017, 15:23 · Aktualisiert: 18.05.2017, 16:14

Kurz vor der Sommerpause!

Böse Überraschung in Brandenburg. Unbekannte sind Montagnacht in Eberswalde in einer Lagerhalle eingebrochen. Dort klauten die mutmaßlichen Täter ungefähr zwei LKW-Ladungen mit Euro-Paletten. 

Das Kuriose an der Geschichte: Auf diesen Paletten befanden sich Überraschungseier. Weitere Hintergründe sind zu der Tat bisher nicht bekannt. (Polizei Brandenburg)