Bild: bento

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Hier erzählen Schüler, warum sie kein WLAN an Schulen wollen

12.10.2016, 17:03 · Aktualisiert: 12.10.2016, 18:03

"Auf das Internet allein kann ich mich nicht verlassen."

Das Bildungsministerium will alle Schulen in Deutschland mit WLAN ausrüsten. Bis 2021 sollen dafür bis zu fünf Milliarden Euro ausgegeben werden. Dumme Idee, sagt jetzt der Lehrerverband – das Geld solle lieber in Bücher investiert werden (bento).

Stimmt das? Schüler brauchen kein Netz zum Lernen?

Wir haben Carla und Leyla, beide 14, und Mona, 16, getroffen. Sie gehen in Neumünster, Hamburg und Ratzeburg zur Schule.

Sagt, wie habt ihr's mit dem WLAN für alle?

(Bild: bento/Steffen Lüdke)

Gibt es an eurer Schule schon WLAN?

Mona: Wir haben Computerräume. Schul-WLAN gibt es nicht. Die Handys dürfen wir nur manchmal benutzen – zum Beispiel in den Sprachfächern, um Vokabeln nachzuschauen. Wir surfen dann auf eigene Kosten.

Leyla, 14 Jahre, geht auf ein Gymnasium in Hamburg.

Leyla, 14 Jahre, geht auf ein Gymnasium in Hamburg.

Carla: Wir haben WLAN, da ist auch fast jeder angemeldet. Ich weiß aber nicht, ob das offiziell ist oder das Passwort einfach irgendwann durchgesickert ist. Surfen dürfen wir mit den Handys erst ab 12 Uhr. Wir haben drei Computerräume, allerdings sind unsere Computer alle ziemlich alt und das Internet ist extrem langsam.

Leyla: Bei unserem WLAN kann sich jeder offiziell anmelden. Aber wir dürfen Handys im Schulalltag nicht privat nutzen. Manche Lehrer erlauben höchstens, dass wir für Kurzreferate mal was nachschlagen dürfen. Das sind aber eher die jungen Lehrer. Die älteren kommen nicht auf solche Ideen.

Carla: Die meisten sind vorsichtig, wenn sie ihr Handy heimlich benutzen. Privates Surfen ist nicht erlaubt – da kassieren die Lehrer das Telefon ein.

Leyla: Bei uns werden sehr viele Handys einkassiert. Manche bekommen es dreimal die Woche weggenommen.

Darum geht's

Was haltet ihr vom Vorschlag, dass es WLAN an allen Schulen geben soll?

Mona: Find ich nicht gut. Das kann nicht funktionieren. Zu viele Schüler würden einfach nur ihre Social-Media-Profile checken.

Carla: Ich glaube schon, dass es gut wäre – aber ich würde es auf die Oberstufe beschränken. In den jüngeren Klassen wollen doch alle nur rumspielen.

Mona, 16 Jahre, besucht ein Gymnasium in Ratzeburg.

Mona, 16 Jahre, besucht ein Gymnasium in Ratzeburg.

Leyla: Also bei uns gibt es das ja schon genau so. Wir dürfen die Handys in den Pausen nicht mit auf den Schulhof nehmen, nur die höheren Klassen. Gäbe es diese Regel nicht, würden sicher täglich noch mehr Handys einkassiert. Insgesamt wäre WLAN für den Unterricht natürlich sinnvoll. Nicht jeder hat ja ausreichend Volumen in seinem Vertrag.

Wie lernt ihr denn – nur mit Büchern?

Mona: Nein, nicht nur. Ich schaue mir auch Tutorials an. Vor allem in den Naturwissenschaften ist vieles einfacher erklärt als im Schulbuch. Manchmal lerne ich aber auch noch mit alten Büchern meiner Eltern. Chemische Formeln ändern sich ja nicht. Auf das Internet allein verlasse ich mich nicht. Dort steht halt auch viel Falsches.

Carla: Das stimmt: Wir müssen lernen, welchen Seiten wir vertrauen können. Wikipedia reicht nicht aus. In der Schule habe ich darüber nichts gelernt, eher von Eltern oder Freunden.

Carla, 14 Jahre, geht auf ein Gymnasium in Neumünster.

Carla, 14 Jahre, geht auf ein Gymnasium in Neumünster.

Leyla: Ich wurde in meiner Schule auch null vorbereitet auf's Internet. Aber wir haben jetzt Medienscouts, ich bin auch eine. Das läuft so ab, dass Neunt- und Zehntklässler den Schülern in der sechsten Klasse Workshops anbieten. Wir zeigen ihnen dann, wie man im Netz seriöse Seiten erkennt.

Wofür sollte die Bundesregierung stattdessen Geld geben?

Leyla: Also wenn ich mich zwischen WLAN und Essen entscheiden müsste, dann klar für's Essen. Unser Essen in der Schule ist wirklich schlecht und die Kantine zu klein.

Mona: Ja, das mit dem Essen ist ein Thema. Aber sonst stört mich wenig – meine Schule wurde gerade erst saniert.

WLAN im Unterricht: Was denkst du?

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