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20.07.2018, 13:25 · Aktualisiert: 20.07.2018, 13:46

4 Fakten zu einem kleinen Update

Ob sinnlos Angst verbreitet wird wie beim Martinelli-Video, oder Stimmungsmache gegen Angela Merkel und Flüchtlinge wie bei diesem Kettenbrief betrieben wird, oder ob Falschmeldungen und Phishing-Versuche weitergeleitet werden wie bei dieser angeblichen Schokoladen-Verlosung – über WhatsApp verbreiten sich oft Fehlinformationen. Genau dagegen möchte der Messenger-Dienst vorgehen.

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Bei WhatsApp kannst du jetzt sehen, wenn eine Nachricht weitergeleitet wurde.

Das hat WhatsApp auf seinem offiziellen Blog bekanntgegeben. Wer die neueste, nach dem 9. Juli 2018 veröffentlichte WhatsApp-Version auf seinem Handy hat, kann ab sofort als Empfänger einer weitergeleiteten Nachricht sehen, dass sie weitergeleitet wurde. Über einer weitergeleiteten Nachricht soll in grau "forwarded" stehen.

"So kannst du auch feststellen, ob eine Nachricht von deinem Freund bzw. Familienmitglied verfasst wurde, oder ursprünglich von jemand anderem stammt." (WhatsApp Blog)

Außerdem weist WhatsApp seine Nutzer in dem Blog-Eintrag darauf hin, sich immer genau zu überlegen, ob sie eine Nachricht teilen möchten.

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Außerdem kannst du eine Nachricht nur noch an maximal 20 Chats weiterleiten.

Bisher ließen sich Inhalte an mehr als 250 Chats (also einzelne Kontakte oder ganze Gruppen) gleichzeitig weiterleiten. Ab sofort sollen es weltweit nur noch 20 sein, in Indien nur fünf. Dort wird auch der Button abgeschafft, mit dem sich Videos und Fotos besonders einfach weiterleiten lassen. Das gab WhatsApp am Donnerstag in einem weiteren knappen Blogpost bekannt.

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Die Änderung bei WhatsApp hat einen ernsten Hintergrund.

In Indien, dem mit 200 Millionen Nutzern aktuell größten Markt von WhatsApp, kam es in letzter Zeit zu immer lauteren Vorwürfen, WhatsApp würde zur Verbreitung von Falschmeldungen beitragen. Durch diese Falschmeldungen sei es bereits zu Lynchmorden gekommen, weil in WhatsApp-Kettenbriefen Gerüchte über Kindesentführungen oder Organraub gestreut wurden. (Poynter)

Die indische Regierung forderte daraufhin WhatsApp dazu auf, etwas gegen diese Falschmeldungen zu tun. Der Messenger-Dienst hat diese Woche zunächst in indischen Tageszeitungen ganzseitige Anzeigen geschaltet, in denen über Falschmeldungen aufgeklärt wird:

WhatsApp hat sein neues Feature, dass angezeigt wird, ob eine Nachricht weitergeleitet wurde, vorweg in Indien getestet.

Auch das Feature, dass man jetzt auf Wunsch einstellen kann, dass nur noch Gruppenadministratoren etwas in Gruppen schreiben können (bento), ist eine Maßnahme in diesem Zusammenhang.

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WhatsApp plant, noch mehr gegen Falschmeldungen zu tun.

Was genau, steht aber noch nicht fest. Es wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um sich mehr Möglichkeiten zu überlegen, Fehlinformationen in der App zu bekämpfen.

Kürzlich gab das Unternehmen bekannt, dass Auszeichnungen für Forscher vergeben werden, die daran interessiert sind, Fehlinformationen über WhatsApp zu untersuchen. Sozialwissenschaftler könnten unter anderem 50.000 US-Dollar für Vorschläge zur "Erkennung von problematischem Verhalten in verschlüsselten Systemen" verdienen. Bis zum 12. August kann man sich dafür noch bewerben. (Washington Post)


Musik

Tausende Ed-Sheeran-Fans kommen in Berlin mit ihren Tickets nicht ins Stadion

20.07.2018, 12:57 · Aktualisiert: 20.07.2018, 13:03

Drei Fragen und Antworten zum Ticket-Ärger

Was ist los?

Ed Sheeran ist am Donnerstag in Berlin aufgetreten – und Tausende Fans hatten Ärger mit ihren Karten. Die betroffenen Konzertbesucherinnen und -besucher hatten ihre Tickets offenbar über Drittanbieter wie Viagogo von privaten Anbietern gekauft.

Die Veranstalter akzeptierten aber nur personalisierte Eintrittskarten, auf denen die richtigen Namen standen. Viele Fans standen deshalb Schlange und mussten sich schließlich neue Karten kaufen, berichtet der RBB.